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Glattes Geläuf

Hömma, bisse schomnma bei ein Pferderennen gewesen? Nich so eins mit eine Kutsche hinterher! Nee, ein Pferderennen, wo so ein Typ auffem Gaul sitzt und am werken iss.
Datt sind solche Rennen, wohde vorher an ein Kassenhäusken gehs, Lottoscheine kaufen kanns und dann auf ein Gaul eine Wette abgips. Und wenne Glück hass, dann kannze mit richtich viel Geld nach Hause gehen.
Datt mit solche Pferderennen hat so seine Tücken. Dann nämlich, wenn es plötzlich am regnen fängt und alles nich mehr kalkulierbar iss, weil dann die Gäule ein ganz anderen Boden unterde Füße hamm. Inne Fachsprache heißt datt: die Gäule hamm ein tiefes Geläuf.

Die Tage waah ich auffem Marktplatz bei uns in Ahlen. Nee, nich datte glaups, datt dort ein Pferderennen stattfindet. Nee, die hamm vonne Stadt datt Geläuf geändert. Um mal inne Fachsprache vonne Pferdefritzen zu bleiben. Datt Holprige vonn unsan Marktplatz iss getz wech. Keine Spurrillen mehr, kein Kopfstein zum stolpern,
Für uns etwas ältere Läutkes iss datt sehr angenehm, wenn man plötzlich nich mehr von Stein zu Stein hüpfen muss; also von Kopfstein zu Kopfstein. Alles glatter Boden, woh man ruhig mal schlurfen kann, ohne datte hängen bleibs.
Ich bin mal gespannt, wenn in Kürze der Platz gantz fertig iss, keine Schuhsohlen mehr gefunden werden und die Spurrillen ausgefüllt sind.
Tach auch

 

Schirri am Telefon

Hömma, kannze dich noch anne Zuschauer erinnern, wennse mit eine Entscheidung vom Schirri nich einverstanden waahn? Dann hammse laut gerufen „Schirri am Telefon“. Un d wenna dann nich am Telefon gegangen uiss, dann hammse datt noch einmal gerufen.
Und heute? Boah ey, datt iss richtig ätzend, wenn die Zuschauer am pöbeln fangen. Richtig fies iss datt.
Klar, die Zuschauer sind auch nich doof und manchmal sindse auch besser auf Ballhöhe alz wie der Videoassistent
Auffe andere Seite nmuss ich mal gantz ehrlich fragen, wie datt mit dem Telefon überhaupt noch gehen soll.

 

 

Kuck, da happich die Tage mal so ein altes Telefon gefunden. Also ein Telefon ausse Zeit, alz die Zuschauer noch diese Sprüche gekloppt Hamm.
Kannze dir vorstellen, datt ein Schirri an ein solches Telefon gehen kann? Nee und nochmals nee. Weil die Schnur viel zu kurz iss und der Hörer hat auch so seine Macken.
Watt im Klartext heißt „alles zu seiner Zeit!“ Früher konnte ein Schirri vielleicht und eventuell noch an ein solches Telefon gehen, abba heute?
Woran man mal wieder erkennen tut, datt die Zeit und datt die Technik doch wohl schneller als wie datt Regelwerk im Fußball iss.
Mein Vorschlag: Die Zuschauer sollen sich inne heutige Zeit ein bisken disziplinieren und datt pöbeln aufhören und die Technik vonne Telekom soll sich watt einfalle lassen, datt der Schirri auf den Videoassistenten verzichten kann. Denn diese neue Einrichtung iss auch nich datt Gelbe vom Ei.
Tach auch!

Roter Teppich

Hömma, kannze watt mit ein ‚Roter Teppich‘ anfangen? Ja, kuck, ein ‚Roter Teppich‘ iss ein Teppcih in rote Farbe und da können nur gantz promminetne Läutkes drüber gehen.
Ich seh‘ datt eigentzlich nich so richtig ein. Warum dürfen über so ein Teppich nur gantz prommenente Läutkes gehen. So rein exklusiv!
Eine gantze Zeit, also früher, waah dieser rote Teppich für Läutkes, die etwas Besonderes geleistet hatten.
Und da liegt genau der Hase im Pfeffer.
Kuckma, wieviel wird im Sport geleistet, vonne Akteure bis inne Gruppe vonne Ehrenamtlichkeit. Und wer spricht darüber? Keiner. Alles iss Tagesgeschäft und appenzu wird mal watt gantz Besonderes gemacht und am nächsten Tach iss alles wieder vorbei.

Ich meine, datt ein solcher rote Teppich eine Dauereinrichtung sein muss. Getz nich sonne Dauereinrichtung, datt ein solcher Teppich immer und ewig und für alle irgentzwo hingeleecht wird. Nee; dafür musses ein gantz besondere Stelle gehm, wo eine Absperrung klar signalisiert „Halt! Stopp! Hier gehts nich weiter!“ Hömma, datt kannze gantz klar definieren. Und die Läutkes werden datt auch kapieren.
Und dann einmal im Jahr oder auch einmal im Halbjahr, holze alle guten im Sport oder inne Gesellschaft auffen roten Teppich und lässt alle von diese guten Personen von aussen mit ein Applaus begleiten.
Meinze nich, datt datt auch Wirkung hat?
Tach auch

Frühsport

Hömma, in diese Tage happich mein Frühsport entdeckt. Quasi gleichsam wieder entdeckt.
Eine gantze Zeitlang waah ich ja richtig grell auffen Frühsport. Schonn vorm aufstehen. Die Unruhe hattich schonn im Bett, datt Kribbeln inne Beine, den hohen Blutdruck und irgentzwie hattes mich dann gepackt und ich bin raus. Raus aussem Bett, raus aussem Haus und dann eine Runde inne frische Natur.
Iss ja ma gantz klar, datt mittem Alter diese Unruhe und die sogenannte Sucht nachem Frühsport kürzer tritt.
Bis die Tage, alz datt Laub vonne Bäume am fallen fing.

Ja, kuck. Ich happ mir dann die Schuppkarre unterde Arme geklemmt und bin raus auffem Weg und happ datt Laub zusammengestrichen. Karre voll und dann anne Laubbox.
Hömma, ich waah ric htig überrascht, watt da alles so zusammengekommen iss. Karre voll gepackt  und dann alles rein inne Box.
Ja, und dann nix wie nach Hause am Frühstückstisch und den Kaffee getrunken. Ich hatte sofort den Eindruck, dattich ein gutes Werk getan happ. Fürde Nachbarschaft, weil datt Laub ja getz wech iss und dann für mich, weil ich den Frühsport in eine neue Dimension gehoben happ.
Tach auch!

Hömma, da hatte die Tage ein Kumpel von ein anderen Kumpel ein Foto geschenkt bekommen, weila in seine Wohnung mal ‚tabula rasa‘ gemacht hat.
‚Tabula rasa‘, datt iss die moderne Form von Sperrmüll auf ein Schlach.
Ich happ sofort laut inne Runde gesacht „Schmeiß datt gaanich wech. Die vom Sportarchiv können alles gebrauchen!“ Ich hoffe getz nur, dattich damit nich auffe Schnauze falle wegen meine großzügige Ansage.
Ja, und so happich natürlich watt ausgelöst, weil plötzlich alle am suchen fingen inne alten Unterlagen.
Abba gemach gemach.

Ich fang mal gantz langsam mitte Sucherei an und gipp datt an meine geneigte Leserschaft weiter, wobei ich durchaus inne Lage bin für ein Treffen mit alle netten Läutkes, die mir helfen beide Sucherei.
Also kuck; datt Foto iss vonne erste Mannschaft vonne DJK Vorwärts Ahlen. Ich weiß datt so genau, weil oben inne Mitte Willy Jakobi steht. Und der Willy datt waah im Ahlener Fußball schon eine Korrifähre.
Wer kennt noch mehr? Vielleicht sogar datt Jahr? Wenn datt Bild für dich zu klein iss, klick ruhig drauf, dann wirds größer für am kucken.
Schreibt dann ruhig an meine e-Post-Adresse  juppa1992@gmail.com.
Nach wie vor: mein Versprechen gildet. Wer mir schreibt und wer viel weiß, mit dem trink ich bestimmt ein Pilsken. Und wenns gantz gut läuft, sogar ein Körnken dazu.
Na, lohnt sich datt?

Tach auch

 

Zum inne Luft gehen

Hömma, im Stadion im Norden ist nicht mehr viel los. Ich mein so den Fußball.
Kuckma, früher, da waah da die ASV und hat gezaubert wie damals Schalke mit Szepan und Kuzorra. Volles Haus, immer spannende Spiele; rundum: die Fußballer hamm watt geboten für datt Geld. Und heute?
Früher hammse inne höchste Amateur-Klasse gespielt. Heute spielnse inne höchste Kreisklasse. Boah ej, watt für ein Abstieg.

 

 

Natz Wrobel aussem ASG-Heim, früher selps mal Fußballer und Erfinder der lupenreinen Blutgrätsche, hatte diese Tage sein Jubiläum als Wirt von datt Heim. 25 Jahre hatta ein Pilsken nachem anderen gezapft, hatt Würstkes gebraten und sein Fernseher eingeschaltet, wennet inne Bundesliga watt zu kucken gaap.
Also, der Natz hatte getz eine Idee: er hat bei sein Jubiläum ein Hubschrauber auffem Platz kommen lassen und dann sindse inne Lüfte aufgestiegen. So rein symbolisch hatt dann der Natz gesagt „Jetzt siehse ma, wattet heißt, wenne inne Luft gehs!“
Damit hatta natürlich so hintenrum gemeint, datt die Zuschauer ständig inne Luft gehen, wennse die Spiele im Stadion sehen. Kreisklasse und so.
Vielleicht wird ja mal alles besser und datt Jubiläum waah der Anfang von eine bessere Zukunft beide Fußballer.
Tach auch!

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