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Pack die Badehose ein

Kannze dir vorstellen, datt es auch ein Sommer mit Sonne gippt? Hömma inne letzte Jahre konntesse abba schwer am zweifeln kommen. Auf mein Kalender stand inne letzte Jahre klipp und klärchen: Sommer. Und draußen auffe Terrasse? Da waahse am zittern und am frieren, immer hasse dein Regenschirm inne Griffnähe gehappt. Dieses Jahr muss da wohl watt anders inne Planung vom Wetteramt gekommen sein. Auf einmal kamen die Unwetter und Schauer wie im Fernsehen angekündigt, die Hitzewellen kamen auffe Sekunde genau.
Und mitt diese Vorhersagen konnte ich meine Frieda auch locken.

Freibad

„Hömma, Frieda“, happichse gefraacht, „hasse nich mal wieder Bock auffen Freibad? Wieder über Beumers Wiese rennen und dann im Loch am Zaun vom Elsken im Freibad?“ Klar, in unser Alter kannze diese Spirenzken nich mehr machen, da musse deine Gelenkigkeit nich auffe Probe stellen. Abba, und datt waah dann der Erfolg von meine nostalgische Erwähnung vonne Beumers Wiese, datt meine Frieda ihre verlängerten Bikinis gepackt hat, ab im Freibad und rein in datt Getümmel vonne vielen Leute.
Ein Sommer mit Sonne und schwupps sindse wieder inne Erbensuppe, auffem Dreier oder auffe Wiese am pöhlen.

Schön, Danke Sommer, weiter so und Tach auch.
Juppa Unterschrift_klein

… es war einmal !

Hömma, werden da nich alte Erinnerungen wach, wenne diese Worte hörst. Die guten alten Märchen, die unsa Omma imma abends vorm Schlafgehen vorgelesen hat? Und imma waah datt Strickmuster datt selbe. Die Guten hamm gewonnen, die Bösen kaam inne Hölle. Abba allein schon die Erinnerung anne guten alten Zeiten hatt mich schon manche Pause anne Jahnwiese gekostet. Weisse, sonne Art Gedenkminute auffe Spilbrinkstraße. Jahnwiese, die Heimat von Wacker Ahlen inne besten Zeiten. Die Gelb-Blauen, die so manche Schlacht vor vollem Haus geschlagen hamm. Und volles Haus bedeutete damals abba minnigens 2000 Zuschauer.

Jahnwiese

Und dann die leichten Athleten, die auffe Runde rund um den Steigerturm nich ganz auf 400 Meters kaam. Abba einfach glücklich waahn, dattse auch eine Heimat hatten für am laufen und für am springen. Ja, und dann stehse da so gottverlassen an datt Kassenhäusken vonne Jahnwiese und komms am grübeln. Keine Rennbahn mehr, ein halb gemähter Rasen. Kein Bunker mehr, kein Steigerturm. Einfach nur Öde und ein leerer Blick.
Ich glaub, datt wennse datt Märchen überde Jahnwiese schreiben tun, datt dann datt Ende vonne Erzählung nich gut ausgeht.
„Es war einmal die Jahnwiese“

Tach auch
Juppa Unterschrift_klein

Watt wech iss, iss wech!

Kannze dir vorstellen, datt man immer noch Schilders da aufhängt, wo gaanix mehr iss? Ich bring mal sonn einfaches Beispiel für am verstehen. Kuckma, da hattenwe vor Jahrens eine Brücke am Rathaus, die man sinnigerweise nach ein Pauker benannt hatte, weil der mal Priester werden wollte. Und als dann so datt Ende vonne Brücke in Sicht kaam, da hammse schnell noch sonn paar Schlössers angebracht, für am festhalten und für am ausdrücken vonne Liebe. „Ponte di amore“ wolltense die Piusbrücke schon umtaufen, um ein neuen Schlach vonne Idee reinzubringen. Hatt alles nix genützt. Eines Tages kaam die Baggers und Hammers und wech waahse, die Brücke.

Schilda oder er

Ein paar Meters weiter Richtung Eisenbahn gaaps auch mal eine Brücke, woh die Schülers schneller von eine Filiale vonne Overbergschule inne andere laufen konnten. Die waah richtig morsch und schwupp waahse auch wech.  Auch datt iss vor Jahrens passiert. Nur datt Schild, datt die Brücke gesperrt iss, datt hängt immer noch da.
Wenn demnächst mal datt Jubiläum vonne Entfernung vonne Brücke kommt, dann entfernense datt Schild auch bestimmt.

Tach auch!
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… ne Stange Pils

Hömma, wenne so in datt einschlägige Gewerbe vonne Kneipen komms, da hasse ja schomma öfter sonne Begriffe, die inne vier Wände von eine Kneipe aussagekräftig sind. Die man abba sons nich so richtig inne Anwendung nutzen kann. Wenne inne Kneipe biss und sachs dem Wirt „Hömma, eine Runde!“. Dann weiß der sofort Bescheid und fängt am zapfen. Oder wenne sachs „Noch ne Lage!“, dann ist datt auch eine klare Ansage.
Die Tage waah ich bei eine Veranstaltung und da kommt sonn Kumpel an und sacht „Hömma, eine Stange Bier!“.  Ich happ erssma Rad geschlagen. Eine Stange Zaretten, datt iss ja mal klar. Abba eine Stange Bier.

Stange Bier II

Happich noch nie gehört. Und da happich erssma gewartet, bis die Bestellung fertig waah. Und dann binnich inne Runde gelaufen. Jau, da hatte der Wirt auf eine Holzstange elf Pilskens fertig gemacht und die trug dann der Kumpel zu seine Kumpels. Elf an der Zahl. Ich konnte gaanich so schnell meine Kamera zücken, wie die Pilsken dann wech waahn. Nur noch die Hälfte waah auffe Stange.
Ja, kuck, so lernse in dein Leben noch einiges dazu.

Tach auch

Juppa Unterschrift_klein

Hömma, kannze dich noch anne Zeiten erinnern, wohwe mitte Klasse in Winterberg im Heim waahn für am wandern und für am singen? Mann, datt waahn noch Zeiten. Vor allem, weilwe ja alle Lieders richtig singen konnten. Vonn erste bis anne fünfte Strofe. Auswendig. Und vorne vonne Gruppe immer unsa Klassenlehrer mitte Mundharmonika.
Alzich die Tage so durche Stadt gefahn bin, kaam diese Geschichten wieder inne Erinnerung. Alz nämlich die bunten Fahnens am wehen waahn. Getz nich für anne Volkslieders, nee fürde Meisterschaft in Frankreich, wohse getz so inne Hochstimmung kommen. Von wegen mitt datt Finale beide Fußballers. Und mitten drin unsere Nationaljungs.

Fußball-Fieber

Ja, kuck, und da sind dann sonne Fahnens auffe Straßen so eine Art Symbolcharakter vonne Nation. Klar, datt mitte Volkslieders und mitte Fahnens, datt happich dann mal so alz Anlass für unsern Stammtiasch genommen und happ mal so inne Runde gefraacht „Hömma, könnta noch die alten Lieders singen?“ Man glaubt es kaum. „Jau“, hammse wie aus ein Mund gerufen und plötzlich kaam Erwin mit seine Gitarre umme Ecke. Bis dann um zehn Uhr die Pollezei vorde Tür stand. Ein Lied hammse noch mitgesungen und dann hammse auffe Paragrafens hingewiesen. Von wegen mitte Ruhestörung inne Nacht.
Egal, die bunten Fahnens hamm mal wieder geweht und bei so manchen Kumpel von unsern Stammtisch am nächsten Morgen auch noch.
Tach auch

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Alles hat ein Ende

Hömma, alzich die Tage auffem Stadion gegangen bin, da kaam abba die Erinnerungen hoch wie nie zuvor. Weilse im Stadion Handball gespielt hamm. Nich inne Halle, nee auffem Rasen, wohse normalerweise nur Fußball spielen. Ja, so ändern sich die Zeiten. Früher waah datt üblich, dattse morgens auffem heiligen Rasen Handball gespielt hamm und nachmittags dann Fußball. Weil der Rasen früher auch ganz anders strappazierfähig waah.
Also, ich komm‘ im Sportpark Nord umme Ecke und seh‘ die alten Zeiten auf mich zukommen. Feldhandball wie inne Sechziger, alz Deutschland Abonnemang-Serien-Sieger in diese Sportart waah. Bis 1966, alz die Ausländer alle sachten „Schluss“, weilse keine Schanze mehr gegen uns Deutsche hatten. Alles hat ein Ende, nur weil die Deutschen  immer so gut waahn.

Feldhandball

Und genau datt Wort vonnem Ende hattense am Samstag auch auffe Lippen, alz Burghard Halbig seine zehnte Auflage von so ein Turnier beendete und damit gut. Eigentzlich schade, mussich sagen. Kuckma, erssma waah die Initiative von den Burghard Halbig doch allen Ehrens wert. Und dann hammse am Wochenende eine Sportart zu Grabe getragen, die ja wirklich noch eine echte Sportart waah. Laufen, springen, werfen auf den grünen Rasen. Nun, wie manns nimmt. Der Organisator hat gesacht „Schluss“ und damit ratzfatz iss auch Schluss.
Dattse am Samstag datt Ende noch richtig begossen hamm, datt kannze dir wohl vorstellen.
Danke, Burghard Halbig, hasse gut gemacht!

Tach auch

Juppa Unterschrift_klein

 

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