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 Hömma, getz glaup ma jaa nich, dattich sonne Geschichte mittem Alm-Öhi, Luis Trenker oder vonne Liesel ausse Berge am schreiben fange. Nee, ich mein eine gantz andere Liesel. Die Diskus-Liesel. Weisse, die diese Ein – Kilo – Scheibe als erste Frau inne Welt über 60 Meters geworfen hat. Und die beide Olympische Spiele sogar einmal auffem Podest gestanden hat. Boah und getz kommt der Knüller: diese Liesel Westermann hat sogar mal in Ahlen auffem Lindensportplatz diese Holz-Metall-Scheibe auffe Asche geworfen. 1974.
Also, eine gantz berühmte Frau so wie in Ahlen auffem Lindensportplatz viele große leichte Athleten gelaufen sind, geworfen hamm oder gesprungen sind.
Liesel Westermann iss eine Kappazität, datt mussich schon sagen.

Westermann

Nun hammse diese Frau in ihre Heimatstadt in Niedersachsen ein Extra-Denkmal gesetzt. Schon zu Lebzeiten. Hömma, datt hatt Stil und datt iss eine Verehrung von eine Persönlichkeit. So ähnlich hammse in Ahlen im Stadion mitte Wege von Ernst Veit und Willy Massin angefangen. Getz stell dir mal vor, gettz würdense für Hennes Wittling ihm seine Schuhe auffe Jahnwiese ausstellen oder für Norbert Nieroba inne Josefschule ihm seine Box-Handschuhe oder von Christian Süß den Tischtennisball bei Mocca ihm sein Pingpong-Saal aufhängen.
Hömma, so ehrt man verdiente Sportlers, oder?

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Hömma, eigentzlich gippts nix wattet nich gippt. Da fängt mitte Geschichte vom Steinekloppen an. Mannomann, watt hamm wir da schon Sprüche gekloppt. Obwohl wir gaanich gewusst hamm, watt datt richtich iss. Abba, da sind wir nich die einzigsten die über Themen sprechen, von die wir gaa keine Ahnung hamm. Da gippts gantz andere Läutkes, und die kriegen sogar noch Geld dafür.
Die Tage happich so watt ähnliches wie Steinekloppen entdeckt. Auf ein Sportplatz. Da kaam sonne Wuchtmänners zusammen und hamm ein Wettkampf gemacht.

Steinstoß

Getz nich im Steinekloppen; nee, die hamm die Steine weck geworfen. Sonne Kawentzmänner. 50 Kilos schwer. Samma, kannze dir datt vorstellen? 50 Kilogramm schwer. In ein Stück. Schon beim aufheben von diese Teile happich Rückenschmerzen bekommen. Und dann hammse diese Dingers übern Kopp genommen und hau weck die Sülze auffen Rasen geworfen. So sechs oder siehm Meters weit. Mit ein Geschrei ausse Kehle, alz wennse die Piusbrücke nochma ausse Angels heben wollten. Eins stand für mich fest, alz ich die Jungens mitte Steine gesehen happ. Die möchtich auch nich abends anne Ecke begegnen.

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„W“ wie Wandern, oder?

 Hömma, da binnich die Tage mal umme Pöste gegangen und happ anne Werse so eine Bank mit ein Tisch gesehen. Und da datt Wetter gantz gut waah, happich mich erssma ruhig niedergelassen. Weisse, so wie ein echten Rentner. Plötzlich hattich Gesellschaft und einer fing mich am fragen „Kumpel, kennze dich hier aus?“ Und dann kaam eine Serie von Fragens, die ich alle nich beantworten konnte und auch nich wollte. Bissa dann plötzlich mitte Schilders anfing, die um uns herum so aufgebaut waahn. “Hattat ‚w“ watt mitte Wirtshäuser zu tun?“ Weisse, irgentzwie fing dann meine Geduld auch im Endstadium zu kommen. Ich sach für ihm „Hömma, kannze lesen?“

Werseradweg

O, mein lieber Gottfriedkuhlmann, da hattich abba einen auffe Füße getreten. Bevor der Mensch dann Luft holen konnte, happich ihm anne Arme genommen und bin mit ihm auf datt Schild zu gegangen. Ich sach  „Kuckma, hier steht alles; vonne Werse, vonne Radswege, vonne Stationens und vonne Meters, die man vom Anfang bis am Ende fahn muss. Von Wirtshaus iss nich die Rede.“ Boah, ey, irgentzwie hattich ein Hals. Weisse, ich gipp ja gerne Auskunft an Fremde, abba nur so blöde Fragens kannich nich app, vor allem, wenn alles groß und breit erklärt iss. Gehma anne Wersebrücke bei Rubberts ihm seine Mühle, da iss so eine Bank für am ausruhen und mit alle Beschreibungen von den Radsweg. Und ein großes „w“, „w“ wie WerseRadWeg und alles fürde Gesundheit.

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Platz iss unbespielbar

Hömma, diesen Spruch von „Platz iss unbespielbar“ kennse zur Genüge? Oder? Noch vor kurzem hammse datt am Wersestadion angeschrieben, weil der ausrollbare Rasen noch nich inne Verankerung waah. Oder im Winter, wenn Eis, Schnee und Regen ein Fußballplatz in eine einzige Pfütze verwandelt hamm. Dann geht wirklich nix mehr. Dann, in solche Fälle, kannze wirklich nich mitte Pöhler raus ohne nasse Socken zu kriegen. Ich happ getz mal nachgekuckt, wattes alles so für Vorschriften gibt mitte Unbespielbarkeit von ein Platz. Die Fußballers hamm da genauso ihre Regeln wie beim Abseits oder beim Einwurf. Und da binnich auf eine Regel gestoßen, die mich völlig ausse Bahn, also vom Platz geworfen hat: die Höhe von ein Rasen.

Jahnwiese

Ja, hömma, da gipptes bis inne höchste Fußball-Liga knallharte Bestimmungen. Klar, dattich mal umme Ecke gegangen bin, für auffe Jahnwiese am kontrollieren. Ach, du mein lieber Gottfriedkuhlmann, der Platz iss ja völlig unbespielbar. „Höchstens“ 30 Millimeter geben die Bosse vonne Fußball-Union als Höchstmarke an. Lies nochmal ganz genau „Millimeter“, nicht Zentimeter, wie auffe Jahnwiese. Entweder iss den Platzwarten auffe Jahnwiese der Rasenmäher unterwegs inne Dutten gegangen oder die wollen gar keinen mehr auffem Platz lassen. Schade, so eine Traditionsstätte geht getz voll im Wildwuchs unter. Fürde Kannickels und fürde Mäuse ein Paradies, fürde Fußballers abba die reinste Hölle.
Merke: höchstens 30 Millimeter darf der Rasen hoch sein für am Spielen. Getz kuckma schnell auf dein Rasen, wenn dein Enkel mittem Ball kommt für am üben und am Talent ausprobieren.
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Ein schöner Rücken …

… kann auch wirklich entzücken. Hömma, kennze diesen Spruch noch? Ein schöner Rücken kann auch entzücken, ein schöner Bauch tut’s auch. Weisse, wenne einen immer voll im Gesicht kucks oder vorne auf seine Jahresringe, dann iss datt auffe Zeit geschossen ganz schön langweilig. Auch so beim Spiel, wennse dann mitte Bauchwerbung inne Halle oder auffem Platz kommen, dann weisse auch nich mehr, wohde hinkucken solls.

Sternlauf X

So richtig eine Einladung am Ego von ein Selbstvertrauen iss datt auch nich. Kuckma, wenne richtig selbstbewusst wärs, dann würdesse doch die gesamte Werbung auffen Rücken kleben, weil du in dein Selbstverständnis davon ausgehs, datt du immer besser als wie die anderen biss und die dann hinter dir herlaufen. Oder? Happich nich recht? Kuckma, da happich am letzten Wochenende sonn paar Läufers gesehen. Die sind für ein guten Zweck gelaufen. Und watt hammse gemacht? Sie hamm datt Dankeschön auf ihren Rücken, also auf datt Trickot hinten geschrieben. Weilse davon ausgehen, dattse besser sind und alle hinter sie herlaufen und dann aus lauter Langeweile, weilse ja nich zum überholen kommen, den Text von vorne bis hinten lesen. Kuckma, so kannze auch Werbung machen!
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Pack die Badehose ein

Kannze dir vorstellen, datt es auch ein Sommer mit Sonne gippt? Hömma inne letzte Jahre konntesse abba schwer am zweifeln kommen. Auf mein Kalender stand inne letzte Jahre klipp und klärchen: Sommer. Und draußen auffe Terrasse? Da waahse am zittern und am frieren, immer hasse dein Regenschirm inne Griffnähe gehappt. Dieses Jahr muss da wohl watt anders inne Planung vom Wetteramt gekommen sein. Auf einmal kamen die Unwetter und Schauer wie im Fernsehen angekündigt, die Hitzewellen kamen auffe Sekunde genau.
Und mitt diese Vorhersagen konnte ich meine Frieda auch locken.

Freibad

„Hömma, Frieda“, happichse gefraacht, „hasse nich mal wieder Bock auffen Freibad? Wieder über Beumers Wiese rennen und dann im Loch am Zaun vom Elsken im Freibad?“ Klar, in unser Alter kannze diese Spirenzken nich mehr machen, da musse deine Gelenkigkeit nich auffe Probe stellen. Abba, und datt waah dann der Erfolg von meine nostalgische Erwähnung vonne Beumers Wiese, datt meine Frieda ihre verlängerten Bikinis gepackt hat, ab im Freibad und rein in datt Getümmel vonne vielen Leute.
Ein Sommer mit Sonne und schwupps sindse wieder inne Erbensuppe, auffem Dreier oder auffe Wiese am pöhlen.

Schön, Danke Sommer, weiter so und Tach auch.
Juppa Unterschrift_klein

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