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Der Herbst kommt

Hömma, der Herbst kommt. Gantz bestimmt.
Am baldigsten siehsse datt am Laub vonne Bäume. Und datt iss im Gesetz vonne Natur verankert.
Für unseren Sport und am Sportkucken hatt datt gewisse Auswirkungen. Kuckma, inne letzten Woche hasse doch kaum mehr als ein Tie-Schört angezogen, weil alles so heiß waah. Und getz fängse an im Schrank nache Joppe zu suchen und nach ein Schal ausse letzte Kollektion, wenne dich auffem Wech nachem Sportplatz machs.
Und da liecht der Hase im Pfeffer. Kuckma, allein auffem Wech nachem Sportplatz bisse der Natur ausgesetzt. Vom Regen mal gantz zu schweigen.

Am Wochenende waah ich wieder mal auffem Wech im Stadion im Norden. Hömma, da kannze draußen rum so richtig Natur erleben inne gantze Vielfalt vonne Auswirkungen. An zwei Ereignisse binnich stehen geblieben. Einmal am Bürgerwald, dem ersten seiner Art in Ahlen und als zweites auffem Parkplatz vorm Stadion.
Hömma, da spielt die Natur abba getz alle Register vom Wandel inne Natur. Datt Laub vonne Bäume fängt sich am färben in eine Schönheit, datte ohne langes Fackeln erssma stehen bleibs.
Ich bin gantz ehrlich; ich geniess sowatt in volle Züge und dann geh ich auffem Platz und lass mich vom Sport einfangen. Iss nich immer prickelnd; abba auf jeden Fall eine Abwechslung in ein Rentnerleben.
Tach auch!

Sand statt Asche

Hömma, datt mitte Ascheplätze in Ahlen und die Auflösung von diese Plätze geht mir nich aussem Kopp. Erss der Kleibrink und getz der Don-Boskop-Platz. Ich sach datt mal anners rum: die Asche iss nich mehr gefragt. Aus viele Gründe. Ratzfatz = Asche iss Geschichte.
Dafür hatt der Sand abba getz Einzug gehalten. Irgentzwie waahn die Wolliballer Vorreiter von dieses Geschehen. Also dieses Zweier-Wolliball auf Sand und ohne Turnschläppkes.
Ja, kuck und in Ahlen hammse datt dann auch schnell inne Praxis gebracht. Wolliball auffem Marktplatz und dann als karribischen Höhepunkt bei eine Veranstaltung.

 

Die Tage binnich mal wieder umme Pöste gefahren mit mein Fahrrätsken und happ plötzlich zwei Spielfelder am Stadion im Norden gesehen. Getz nich für Wolliball. Nee, für am Handball spielen. Und mit Sand.
Hömma, datt iss ja der Kluh schlechthin. Sowatt ähnliches hamm die Fußballer auch schomma anne Koppakabahna gemacht, also in Brasilien, wohse den Ball ja richtig zelebrieren, wennse mitte Füße am wirbeln fangen.
Nun isses meine Aufgabe und auch mein Interesse mal zu kucken, wenn demnächst mal auffem Sandplatz am Stadion so ein Turnier im Handball gespielt wird. Datt interessiert mich schonn, weilse dann ja nich mehr mit Harz anne Fingers spielen können so wie inne Halle.
Tach auch!

Wieder ein wech

Hömma, da iss ja ein richtiges Sterben in unsere Stadions im Gange, nämlich ein Sterben vonne Sportplätze. Erss iss der Sportplatz am Kleibrink hopps gegangen, dann die Jahnwiese, die als riesiges Trümmerfeld heutzutage vor sich dahin dümpelt. Und getz iss auffem Platz nne Don-Boskop-Schule eine Müllhalde.
Jau, ehrlich. Der Don-Boskop-Platz iss eine Müllhalde.
Ich bin die Tage mal da lang gefahren und happ mal so umme Ecke gekuckt. Die Tarzanbahn iss noch gut in Schuss, abba der Ascheplatz iss inne Dutten. Ein Riesenberg iss dort angehäuft. Schutt, Schrott und sonstiges Gedöns.

Da kommse schon am nachdenken. Kuckma, wir hatten so viele schöne Sportplätze und getz geht einer nachem andern wech. Datt hört sich quasi gleichsam so an, als ob in Ahlen gar keine Sportlers mehr sind. Oder?
Irgentzwie macht mich datt ganzte schon kribbelig und ich muss mal inne Expertenrunde gehen und nachfragen, watt da so los iss. Irgentzwie muss ich mal so langen Urlaub mit meine Frieda gemacht hamm, datt ich ein Filmriss vonne Entwicklung inne Stadt happ.
Tach auch

Inne Muckibude

Hömma, so eine echte Vorstellung von eine Muckibude happich nich. Tönne schwärmt mir immer ein vor, wenna mal appenzu inne Muckibude geht, für sein Körper. Und dann schwärmta mir einen vor. Hantel, Laufband, Beinpresse und so. Also, mir kanna ja einen erzählen, weil ich da gantz jungfräulich bin inne Erfahrung.
Die Tage waah ich im Stadion anne Warendorfer Straße. Da hammse ja auch alles sonne Geräte. nur mit ein Unterschied, datt iss alles auf lau. Also die Benutzung vonne Geräte.
Ja kuck und da happich mich ma so schlau gemacht, watt datt alles so iss. Mitte Geräte und mitte Wirkung von diese Eisenteile.

Hömma, ich bin aussem staunen nich rausgekommen. Datt eine Gerät waah fürde Beine am stärken, datte die Treppe besser rauf- und runtergehen kanns. Dat andere Gerät waah fürde Arme, datte besser ein Kasten Bier aussem Wagen holen kannz. Und so ging datt weiter. Ich hatte immer sofort den praktischen Bezug vonne Geräte vorde Augen. Denn es muss ja Sinn machen, wenne solche Geräte am nutzen fängs und die Wirkung sich dann auf dein Körper auswirkt.
Ich freu mich schon auf unseren nächsten Skatabend, wennich dann mal so mein Wissen zwischen austeilen vonne Karten und zählen vonne Punkte annen Mann bringen kann.
Ich bin mir sicher, datt Tönne bestimmt ein Schluckauf kricht, wenn ich mein Wissen ausbreite.
Tach auch

Datt Eckige

Hömma, es ist wieder so weit. Seit letzte Woche happich am Wochenende wieder mein Stammplatz: datt Sofa vorde Glotze.
Die Bundesliga rollt und rockt wie in alte Zeiten.
Und im Mittelpunkt steht wieder datt Eckige, also datt Tor. Überall inne Welt sieht datt gleich aus, op am Nordpol oder in Südafrika, op im Mittelmeer oder inne Alpen. Und datt macht ehm datt Tor im Fußball aus, alles iss vergleichbar, weil datt Tor ehm seine Maße hat. 2,44 m hoch, 7,32 m breit. Und nix mehr und nix weniger.
Ja kuck, und so happich am Wochenende keine Minute ausgelassen vonne Berichterstattung, auf alle Kanäle im Fernsehen. Auch wenn die Spiele immer gleich ausgegangen sind, die Tore immer inne selbe Minute gefallen sind und auch die Torschützen die selben waahn.

 

Datt macht auch ehm Fußball aus.
Bis auffe Videobewesie, die mir richtig auffen Senkel gehn. Hömma, früher waah der Schirri Herr im Hause. Und heute? Da mussa immer erss warten, bis ein Satellit vorbeikommt und die richtige Stellung aus Sicht vom Weltall auffe Erde funkt.
Samma, hamm wir datt nötig? Solche Beweise vonne Sterne. Früher konntesse immer brüllen „Schirri am Telefon“ Und heute? Watt sollze sagen und rufen? „Video anne Schranke“? Datt passt doch nich inne Linie.
Wenn ich watt zu sagen hätte, dann würdich sagen „Packt eure Videostation ein und geht nach Hause bei unsa Omma!“ Fußball lebt vonne Spontaneität und vonne Fehlentscheidungen und nich von sonn Adjutanten aussem Weltall. Fußball iss watt Irdisches und nich vonne Sterne.
Tach auch!

Torhüter mal anders

Hömma, watt stellt man sich vor, wenn der Begriff „Torhüter“ im Gerede kommt? Na klar, ein Torhüter im Fußball oder im Handball. Datt iss seit Jahrzehnte so. Und ich kenn datt auch nich anners.
Bis gestern.
Ich waah bei Tönne inne Nachbarschaft und happ ihm sein Freund ausse Schulzeit getroffen. Waah ein interessanter Nachmittag, bis Tönne ihm sein Schulfreund plötzlich seine Dia-Schau auspackte. Also diese anno-tobak Lichtermesse. Mit Uralt-Fotos vom Urlaub am Mittelmeer.
Plötzlich sacht dann dieser Schulfreund „Kuckma“, hatta gesacht, „dieser Torhüter stand bei uns anne Pension und hat immer aufgepasst, datt nix passiert, weil wir ja im Ausland waahn!“
Tönne und ich hamm uns nur angekuckt, bis ich dann losgeplatzt bin und langgezogen gefragt happ „Torhüüüüter?“
„Hömma, Kollege“, happich gesacht, „weisse eigentzlich watt ein Torhüter iss? Hasse schomma watt von Toni Turek, den Fußballgott gehört? Kennze vielleicht Manuel Neuer?“ Ich merkte schon, wie mir datt Blut inne Adern vibrierte. Bei Tönne übrigens auch.

Ja, kuck, und datt waah dann die Anfang für eine Fortbildungsstunde für Tönne ihm sein Schulfreund.
Mann, hammwe ausgepackt mit unsere Geschichten. Wembley mit datt falsche Tor und Hans Tilkowski inne Bude, dann Heini Kwiatkowski gegen die Ungarn als Ersatztorhüter, Jens Lehmann mit sein Mogelzettel. Und alles mehr.
Tönne und ich waahn plötzlich in Hochform und da hammwe gaanich gemerkt, wie der Schulfreund von Tönne klammheimlich seine Sachen eingepackt hat und sich verdünnisiert hat.
Datt wolltenwe natürlich nich, abba bei den Begrif „Torhüter“ da gipptet nur eine Erklärung. Und die kaam von uns.
Tach auch!

 

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