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Auf- und Abstieg

Hömma, die letzten Wochens waren nich der wahre Jakob fürde Nervens. Inne Bundesliga wie auch inne Liga vonne Ahlener Sportlers. Kuckma, da plätschern die ganzen Wochens und Monate die Spiele vor sich hin, mal dicke Siege, dann wieder dicke Klatschen und plötzlich wird der Schlussstrich gezogen. Und dann auf einmal reiben sich die Trainers und Spielers die Augen: „Boah ey, datt wird abba knapp“.
Inne Bundesliga und auch bei uns in Ahlen.

Mit ach und krach hamm die Handballers vonne ASG die Liga noch geschafft. Wobei man schon gantz objektiv und ehrlich sagen muss: aus eigene Kraft. Nich mit Hlfe vonne Gegners. Nee, am letzten Spieltach gaaps noch einmal ein Ruck durch Mannschaft und schwupps waah ihre eigene Leistung auch inne Würdigung gekommen in Form von ein Verbleib inne Liga.
Beide Fußballers vonne Rot-Weißen waah die gantze Saison eigentzlich eine Achterbahnfahrt. Mal gantz oben, dann gantz unten, dann ein neuer Trainer und dann gings auf einmal doch wieder und die Hoffnung auf ein Verbleib wurde immer größer, bis dann die Möbel-Fußballers aus Paderborn zum dritten Mal inne Folge abstiegen.
Ja, diese Fahrstuhlmentalität vonne Paderborner hat dann die gantze Aufholjagd vonne letzten Wochen noch fürde Katz gemacht.
So iss datt ehm im Sport.

Tach auch

Hömma, ich muss datt Thema noch einmal thematisieren; also datt mitte Jahnwiese und mittem Verschwinden vonne Sportstätte. Ich bezieh mich nun in meine Ausführungen nich auffen Platz als solches. Mir gehts gantz klar umme Mauer, also umme Umrandung von den Platz.
Alz diese Mauer gebaut wurde, da waah datt ein Jahrhundertwerk und keiner hat daran gezweifelt, datt diese Mauer ein Jahrhundert überleben würde. Damit möchte ich nun nich auffe Berliner Mauer zu sprechen kommen, die waah ja ein Stückwerk für eine Generation.
Nee, die Mauer anne Jahnwiese wurde ja nicht gebaut, um Läutkes einzusperren wie in Berlin.
Nee, in Ahlen ging umme Schwarzseher, also diese Sorte von Menschen, die gerne auf lau am kucken sind. So wie damals bei Wacker, wenn die spielten und die Zaungäste kein Geld für am Zuschauen zahlen wollten.

Also hammse eine Mauer gebaut, mit fabrikneue Ziegelsteine vonne Ziegelei Beumer auffe Hammer Straße, kurz vorde Kurve, wenns nache Kaserne geht. Und dann standse da, die Mauer und die Zaungäste kuckten inne Röhre.
Ja, kuckt, und wenn nun die Jahnwiese inne nächsten Wochen verschwindet, dann verschwinden auch solcher Erinnerungen. Ich meine schon, datt da eine Gedenkstafel hingehört, also da, woh getz die Mauer steht.
Und da solche Tafelns ja echtes Moos kosten, könnte man doch einfach sonne Ziegelsteine ausse Mauer kloppen und für ein Heiermann verticken. Und von den Erlös gippts dann die Gedenktafel.
Hömma, gantz ehrlich; die Idee iss doch gut und Ahlen ging inne Geschichte ein, datt nach Berlin auch in Ahlen die Mauerspechte am Werk waahn; wonnich?

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Lothar Huber wurde 65

Hömma, weisse eigentzlich, datt der 4. September 1992 die Geburtsstunde von Juppa iss. Also getz nich von mir als Persönlichkeit, nee, von Juppa als geschichtliche Größe. Weisse von diese Juppa-Geschichten bei uns inne Zeitung. Also am 4. September 1992 wurde Lothar Huber neuer Trainer hier bei uns inne Nachbarschaft, beide Spielvereinigung Beckum.
Und schwupps kaam die Idee auf eine Geschichte über diesen Lothar Huber zu schreiben. Titel: „Wenn der Huber mitte Tuba“. Laach ja naheliegend einen solchen Vers zu machen.
Und diese Geschichte von den Huber mitte Tuba ging anne Redaktion vonne „Ahlener Volkszeitung“ in datt typische Deutsch vonne Läutkes aussem Pott.

Denn da kaam ja dieser Lothar Huber her. Nich direkt, denn geboren wurde Lothar Huber vor 65 Jahre inne Fußball-Hochburg Kaiserslautern ehe er nache Borussen in Dortmund kaam. Als strammer Verteidiger auffe rechte Seite. Und da hatta dann seine Karriere beendet, hatte sich zwischendurch noch ein richtigen Namen als Flankengott mitte Banane gemacht und dann gings anne Seitenlinie als Trainer. Bissa dann eines Tages inne Nachbarschaft kaam, weilse in Beckum gerade ein Trainer gefeuert hatten.
Ja, kuck, so kaam Lothar Huber inne Annalen von Juppa ihm seine Geschichten. Und in diese Tage iss dieser Lothar Huber inne Rente gegangen, weila 65 wurde.
Also, so richtig inne Rente issa noch nich, weila die Borussen vom Borsigplatz immer noch den Platz fertig macht und genau aufpasst, datt der Rasen seine richtige Größe hat. Also er iss in eine verantwortungsvolle Arbeit, weila ja datt Gras wachsen hört.
Einmal Borusse, immer Borusse.

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Lang, lang isses her

Hömma, ich weiß noch alz unsa Omma immer inne Fotto-Kiste am kramen waah und inne Erinnerungen lebte.
Getz isses bei mir auch so weit. Ich hol‘ dann auch mal die Fotto-Kiste auss Ecke, wenn im Fernsehen wieder nur die Krimis und die Tatorte am laufen sind.
Manchmal kannze datt Zeuchs nich mehr am Kopp hamm, wennse sich gegenseitig abknallen und im Blut am suchen sind nache Spuren.
Und so happich die Tage ein Fotto ausse Kiste geholt, datt auffen Tach genau 55 Jahre alt iss. Hömma, da läufts dir abba kalt auffem Rücken rauf und runter. 55 Jahre; datt iss ja ne Ewigkeit.

19 junge Jäusters stehen da auffem Platz, in voller Ehrfurcht vor ihr Trainer Vatta Karl Kreienfeld. Diesen Trainer aus Hamm waah datt beste, wattse in Ahlen inne Leichtathletik wohl hatten. Und dazu dieser Respekt vor eine Person, die nicht nur Fachwissen hinterde Stirne hatte, er hatte auch ein Charisma, da blieb dir glatt die Spucke wech.
Und noch eins fiel mir sofort beide Betrachtung von datt Fotto auf: alle in ein einheitliches Hemd mitte drei Buchstaben auffe Brust. SSV für „Spiel- und Sportverein 05/06 Westfalia Ahlen“, den Klub aussem Norden von Ahlen auffe Theresienhof-Kampfbahn.
Ehrlich, alle Namens happich nich mehr auffe Reihe gekricht. 55 Jahre sind doch ne lange Zeit, woll?

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Hans Dampf in alle Gassen

Hömma, inne Vergangenheit da hattenwe in Ahlen so richtige Beispiele für den Titel „Hans Dampf in alle Gassen“.
Kuckma, da gaaps den Waldemar Parys, der beide Kraftathleten eine große Rolle spielte und auch beide Handballer von TuS. Oder „Käse“ Puziak, der Handball spielte und auch innen Boxring stiech. Oder Kipps Fischer als Handballtorwart und als Fußballtorwart und auch als leichter Athlet inne Weitsprunggrube.
Kuckma, und so gaaps Beispiele über Beispiele vonne vielfältige Ausnutzung vonne Personen.
Ein Musterbeispiel waah auch Klaus ‚Achim‘ Kuhlmann, dense auch gerne „Gautscho“ nannten.

 

Menno, der hatte echt watt im Ärmel. Handball hatta gespielt, beide leichten Athleten waahra dann ein echten Hans Dampf, vom Hammerwurf über Hochsprung bis innen Zehnkampf. Und die Erfindung von den Katapultschuh hatta genutzt für neue Rekorde am hochspringen. Beim SSV Westfalia Ahlen. den SSV.
Bissa dann innen Ring gestiegen iss, bei Egon Kaderka seine Paradetruppe.
Kaum waahra im Ring, da hatta schon um sich geschlagen. Ein KO nachem anderen. Und alles ging immer schnell. Meistens inne erste Runde.
Bissa dann mal selps einen auffe Zwölf gekricht hat. Und dann waahra wieder beide leichten Athleten. Auffem Foto oben genau inne Mitte inne obere Reihe zu sehen mit sein lockiges Haar. Gautscho, der Hans Dampf in alle Gassen.
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Osterglocken

Hömma, bei uns mitte Sprache iss datt doch eigentzlich gantz klar. Wenn ich zu meine Frieda sach „Mach fettich“, dann weiß die genau, datt datt Essen bald auffem Tisch muss. Oder wenn ich zu mein Tönne sage „Mottek“, dann weiß der genau, datt ich inne nächste paar Minuten ein Hammer brauche für am nageln. Abba mit manche Wörters iss datt watt anderes. Vonwegen mitte doppelte Deutigkeit und mitte verschiedene Auslegung.
Kuckma, ich waah die Tage auffem Markt. Eigentzlich nur bei mein Spargelkönig und mitte Nachfrage nache neue Ernte. Jau, es waah schon so weit und ich happ in mein Überschwang auch mal beim Blumenhändler umme Ekce gekuckt. Narzissen über Narzissen. Und alles im Sonderangebot. Für ein Heiermann hasse doch glatt 30 Narzissens gekricht. Ein Schnäppchen wie inne besten Tage.
Ja, kuck, und ich dann mittem Spargel und mitte Narzissens nach Hause für meine Frieda am beglücken. Iss mir auch voll gelungen, bisse mich fragte, watt ich für die Osterglockens abgedrückt hatte.

Jau, datt waahs dann auch. Narzissen und Osterglocken iss ja eigentzlich datt selbe inne Bedeutung. Oder so ungefähr, weil es da schon ein kleinen Unterschied gibt. Abba datt iss watt fürde Biologen und nich für uns den Endverbraucher.
Wenn da nich auch gerade zu Ostern die anderen Osterglocken am läuten fangen. Vonne Bartholomäuskirche, immer wenn datt Hochamt anfängt. Und dann fangich doch am überlegen mitte richtige Verwendung vonne Bedeutung.
In diesem Fall waah datt einfach: meine Frieda waah zufrieden mit mein Schnäppchen und wir hamm uns überde Blumenpracht gefreut und die Glocken zum Hochamt andächtig gehört.

Tach auch

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