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	<description>Storries aus Ahlen und dem Ruhrpott über Sport und die Welt</description>
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		<title>… wenn Tränen fließen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 20:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samma, kannzedir vorstellen, datt mein Tönne auch schomma am flennen fängt? Also, so am heulen mit Tränen inne Augen? Jau, datt iss vor kurzen passiert, weil seine Elli sonnen Abgang gemacht hatt.
Ich will datt alles mal der Reihe nach erzählen. Tönne issen Taumfatta, hatt seinen eigenen Taum-Schlach, so anne vierzig von diese Viecher. Sein ganzer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, kannzedir vorstellen, datt mein Tönne auch schomma am flennen fängt? Also, so am heulen mit Tränen inne Augen? Jau, datt iss vor kurzen passiert, weil seine Elli sonnen Abgang gemacht hatt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will datt alles mal der Reihe nach erzählen. Tönne issen Taumfatta, hatt seinen eigenen Taum-Schlach, so anne vierzig von diese Viecher. Sein ganzer Stolz schon seit viele Jahre. Auf seine Taum lässta nix kommen; morgens innen Schlach für am füttern und am sauber machen; mittags schnell noch mal kucken für am Training mitte Taum, abends denselben Vorgang dann noch einmal. „Die Taum sind datt halbe Lehm“, hat ihm seine Frau mal gesacht; „den Rest hatta dann Zeit für mich!“ Hattse gesacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Und nun iss die Tage die Elli inne ewige Jagdgründe gegangen. Plötzlich laachse auffe Erde und hat keinen Mucks mehr von sich gegehm. Tönne waah fettich. Sein bestes Pferd im Stall, also seine beste Taube im Schlach waah nich mehr da. Viele Konkurse hattese gewonnen, viele Preisgelder gekricht. Und getz waah alles vorbei.<br />
Bei Tönne hing die Deutschlandflagge auf Halbmast und er selbs sonnen ganzen Tag nur am flennen. Rotz und Wasser hatta geheult.
</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sach „Tönne“, happich gesacht, „irgenzwann musste datt ja mitte Elli passieren. Getz musse nach vorne kucken. Watt Neues machen!“ Weisse watt? Ich hatte keine Schanze, Elli waah Elli, weit im Vorsprung vor seine eigene Frau.</p>
<p style="text-align: justify;">Abba mal gantz ehrlich, wenn watt nich mehr iss, dann iss datt ehm nich mehr. Kuckma, so wie beide leichten Athleten am letzten Wochenende im Sportpark Nord. Mit ihre ganzen Läufers. „Datt lohnt sich nich mehr“, hammse gesacht. Und pemm hammse den Staffellauf zum letzten Mal gemacht. Abba nix mit Halbmast, nix mit Trauerflor und Blaskapelle und Trauermarsch.</p>
<p style="text-align: justify;">Nee, ganz locker vom Hocker hammse alle nochma laufen lassen. Alles schön vorbereitet, wie eh und je, so datt jeder datt Gefühl hatte, datta willkommen waah.</p>
<p style="text-align: justify;">Und gantz am Ende hammse dann gesacht: „So, datt worret. Macht et jot und auf Wiedersehen bei unsere andere Sportfeste“.</p>
<p style="text-align: justify;">Kuck, datt iss Stil. Für den Staffellauf hammse andere Angebote für am laufen inne Citty, anne Halde, inne Landschaft und anne Kapelle, so datt alle wieder nach Ahlen kommen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Inne nächste Tage wertich mein Tönne dattma auffe Nase binden. Man mussich auch ma von watt trennen können. Datt iss ehm so. Opp nun vonne Elli oder von sonnen Lauf. Einmal iss Schluss und trotzdem gehtet weiter. Im Sport mit seine Vielfalt sowieso.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Pfeife bleibt Pfeife</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick-Blokk]]></category>

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		<description><![CDATA[Samma, wennedir heute die Schirris beide WM oder beide Bundesliga ankucken tuhs, dann weiße manchma schon nich mehr, opp die bald im Sauerstoffzelt müssen oder oppse von irgenzwo ferngesteuert sind. Weilse so watt am Kopp baumeln hamm, watt mitte neue Technick vonne Gerechtigkeit zusammenhängt.
Und wennes genau nimms, so viel mehr bringt datt auch nich, alz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, wennedir heute die Schirris beide WM oder beide Bundesliga ankucken tuhs, dann weiße manchma schon nich mehr, opp die bald im Sauerstoffzelt müssen oder oppse von irgenzwo ferngesteuert sind. Weilse so watt am Kopp baumeln hamm, watt mitte neue Technick vonne Gerechtigkeit zusammenhängt.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wennes genau nimms, so viel mehr bringt datt auch nich, alz dattse früher gepfiffen hamm. Und in gantz entscheidende Momente sindse doch nich auffem laufenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Schirris meinich. Kuckma den Schirri aus Uruguay, diesen Papageien-Züchter Jorge Larrionda hat doch irgenzwie alles wieder gut gemacht beide letzte WM in Südafrika gegen die Engländers, watt der Linienrichter beide WM in England 1966 mitt sein berühmtes Wembley-Tor vermasselt hatt.</p>
<p style="text-align: justify;">Abba watt sacht uns datt Gantze? Datt menschliche Auge hatt immer noch das Sagen. Bis getz noch, abba datt soll sich ja bald ändern. Happich gehört, wennse Spione inne Bälle einbauen und alle sonne Trickse.</p>
<p style="text-align: justify;">Nix zu ändern gaaps früher bei uns, wenn Josef Koller gepfiffen hatt. Nix Technick, nix Spione. Watt der gepfiffen hatt, datt waa immer datt Empfangelium. Kein A, kein B, kein Ent und kein Weder. ‚Jupp’ Koller waa der Herr im Mittelkreis. So dattse früher immer gesacht hamm: „Jupp ihm seine Pfeife, datt iss die Gerechtigkeit in Person!“. Hammse gesacht. Und auffem Platz gaaps dann auch keine großen Diskussionen, weil ‚Jupp’ Koller ehm datt Maß von alle Dinge waa. Und wennes dann trotzdem mal in sonne Konfliktsituazjion kaam, dann fing Jupp am gestikulieren. Und dann waa abba Ruhe im Schacht. Wenn dann mal nach ein schweres Faul der Platzverweis gaanich mehr am umgehen waa, dann hatte ‚Jupp’ immer sein typische Handzeichen inne Akzijon. Weilse ja zu ‚Jupp’ ihm sein Zeitpunkt die rote Karte noch gaanich erfunden hatten. Dann zeichte ‚Jupp’ vonne Hüfte aus mitt seine Hand inne Richtung vonne Kabine, watt nix anders bedeutete „Ab inne Dusche“. Datt konntesse dann sehen wiede wolltest. Fürde Mannschaft waa datt ja schwer Mist, weilse dann ein Spieler weniger am kicken hatten. Für den Platzverweisten waa datt ganz gut, denn der krichte datt warme Wasser ausse Dusche noch in volle Züge am spüren.</p>
<p style="text-align: justify;">Wiede alles nimms. ‚Jupp’ Koller waa einer vonne ganz Gerechten in seine Zunft, die damals immer einheitlich in schwatt auffen Platz kaam. Da gaaps nich sonnen Gedöns, dattse in verschiedenen Farben von Spiel zu Spiel sich unterschieden. Ein Schirri waa schwatt und kein Widerwort.<br />
Leider konnte ‚Jupp’ Koller nich immer Schirri pfeifen, weil ihm sonnen Unfall datt Pfeifen vermieste. Abba dafür waara inne Schirri-Vereinigung schwer aktiv und vor allem von allen auch schwer geachtet, weilaja ehm mitte Gerechtigkeit immer watt am Hut hatte.
</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaub ganz schwer, datt bei ‚Jupp’ sonne Geschäfte für am mannipolieren mitte Spiele nie aufgekommen wären, so wie datt inne letzte Zeit schomma passiert ist. Auch dafür hätte ‚Jupp’ sein spezielles Handzeichen am gestikulieren gehappt.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Nachtleben</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 18:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick-Blokk]]></category>

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		<description><![CDATA[Samma, ich weiß nich, watt mitt mein Tönne los iss. Irgenzwie mussa beide letzte Hormonausschüttung ne Niete gezogen hamm. Immer am quängeln, immer am meckern, immer unzufrieden. Und dazu sonne Art moralischer Apostel.
Die Tage happich mal wieder inne Kiste mitte alten Bilder gegriffen und happ sonnen bisken inne Vergangenheit gemacht. Dabei binnich auffe Handballer bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, ich weiß nich, watt mitt mein Tönne los iss. Irgenzwie mussa beide letzte Hormonausschüttung ne Niete gezogen hamm. Immer am quängeln, immer am meckern, immer unzufrieden. Und dazu sonne Art moralischer Apostel.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Tage happich mal wieder inne Kiste mitte alten Bilder gegriffen und happ sonnen bisken inne Vergangenheit gemacht. Dabei binnich auffe Handballer bei ihr Besuch in Berlin gestoßen. Weiße, damals, alze noch durche Ostzone fahren musstes bei Helmstedt und mitte Kontrollen beide Voppos. Damals waah Berlin ja noch unterteilt in West-Berlin und inne Hauptstadt vonne SBZ.</p>
<p style="text-align: justify;">Und da hatten die Handballer aussem Ahlener Norden sonnen Gedanken- und Spielaustausch mitt sonne Mannschaft aus Hermsdorf.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so sind unsere Handballer vonne ASV nach Berlin gefahren, nicht nur um am spielen, nee sie wollten auch watt fürde Seele am baumeln tuhn. Also so inne Kneipen kucken, inne Geschäfte am schoppen und auch mal im Nachtlehm am genießen.</p>
<p style="text-align: justify;">Boh, ej, ich hatte noch nicht ganz datt Wort ‚Nachtlehm’ innen Mund genommen, fing Tönne am meckern. „Samma“, hatta gesacht, „weiße eigentzlich wattat iss? Nachtlehm und so? Datt musse beichten!“ Hatta gesacht, mein Tönne in seine ganze Erregung und in seine Lage vonne fehlende Hormonausschüttung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sach „Tönne“, happich gesacht, „nun lassma langsam gehen. Die Jungens hamm doch erss gespielt, dann sindse am schlendern auffen  Kuh-Damm gewesen und dabei hammse sich im Nachtlehm sonn bisken ammesiert!“</p>
<p style="text-align: justify;">Datt waah ehm früher so, Sport, Spiel und Spaß. Datt waahne Einheit. Und da hasse nich lange gefackelt, wenne im Nachtlehm eingestiegen biss.  Klar, wenn Tönne mitt seine Plautze im Nachtlehm eintritt, dann sagt auch jeder Türsteher sofort „Kumpel, Mumienschau iss nebenan!“</p>
<p style="text-align: justify;">Abba unsere Handballer hamm datt schon richtig gemacht. Mitt sonne Reisetruppe sindse nach Berlin gefahren, hamm tapfer gespielt, wobei „Paradenkönig“ Günna Rolf im Tor der ruhende Pol wie immer waah und Berni Jüttemeyer als Prellbock in der Abwehr stand. Und wer hatt noch gespielt? Güldenpfennig, Eberschneider, Lorant, Helmig, Marguc, Linnemann und Czienskowski. Knapp mitt 21:19 hammse verloren, abba inne Freundschaft gewonnen. Und datt waah wichtig.</p>
<p style="text-align: justify;">Klar, heutzutage würden die Träners schon mächtig am aufräumen fangen und rummknöttern wie Tönne, abba  damals waah datt ehm so der Lässy-Fähr-Stil vonne jungen Menschen und die sind schon mitte richtige Eindrücke wieder auffe Autobahn anne Zonengrenze gefahren und hamm ihr Einreisevisum wieder abgegehm für datte Voppos auch wieder anne Arbeit kaam und am spionieren konnten.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so mancher hatt auffe Rückfahrt noch so an datt Nachtlehm in Berlin geträumt.<br />
Und datt iss doch auch schön, wenne Sport machs, oder?
</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Menschenhandel</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 20:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Samma, datt happich mir natürlich nich entgehen lassen. Datt vielleicht wohl letzte Spiel von den Mesut Özil auf deutschem Boden. Und datt in Ahlen.
Also, ich mitt mein Tönne auffe Glückauf-Kampfbahn, wattse „Werse-Stadion“ nennen. Pokalspiel gegen Werder Bremen und alle diese Kräcks ausse nächste Nähe für am anfassen.
Auffem Weg zu den Spiel happich noch zu Tönne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, datt happich mir natürlich nich entgehen lassen. Datt vielleicht wohl letzte Spiel von den Mesut Özil auf deutschem Boden. Und datt in Ahlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Also, ich mitt mein Tönne auffe Glückauf-Kampfbahn, wattse „Werse-Stadion“ nennen. Pokalspiel gegen Werder Bremen und alle diese Kräcks ausse nächste Nähe für am anfassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auffem Weg zu den Spiel happich noch zu Tönne gesacht. „Tönne“, happich gesacht, „watt muss in ein Kopp von sonn Spieler alles passieren? Kuckma, der Mesut weiß doch ganz genau, dattse am schachern sind. Also, die Bremer. Um so viel Patte wie ehm möglich zu kriegen. Weilse im nächsten Jahr voll inne Röhre kucken!“ Mann, lass dir datt ma auffe Zunge zergehen. Da fangense am schachern mitte Menschen. Die Werders Leute mitte Läutkes vonne Madritter. Und die in Spanien können den Hals nich voll kriegen. Je mehrse auffe Bank sitzen hamm, umso königlicher sindse. „Schlimm, und nochmals schlimm“, prustete mein Tönne sofort raus. „Datt iss ganz klarer Menschenhandel“, so mein Tönne. Und ich kann ihm seine Meinung nur unterstützen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Kuckma“, so mein Tönne. „Datt mitt den Wechselfieber gipptsja schon seit die Menschen am Sport machen sind; abba inne heutige Zeit kuckense erssma auffe Patte und dann auffe menschliche Beziehung.“ Tönne waah richtig vonne Pötte und fing am sich aufregen.</p>
<p style="text-align: justify;">Klar, früher hammse auch datt Wechselfieber unterde Haut gehappt. Von Blau-Weiß nach TuS, von Westfalia nach Wacker. Klar, datt ging auch nich so ohne ab. Appenzu waah datt einfacher, datte sonne empfangelische Ische mitten kattolischen Kärl unterde Haube gebracht hass, alz von Wacker nach Westfalia im Verein gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und datt Moos? Datt waah nich so datt Gelbe vom Ei. Sonnen Moppet alz Beigabe, oder sonnen Führerschein fürne BMW Isetta. Datt waahret. Und heutzutage? 10 Millionen, 20 Millionen und mehr. Nee, da tuht mir datt Eintrittsgeld schomma richtig weh, wenne vermuten kannz, woh datt hingeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Eina vonne gantz specktakulärsten Wechsel, an die ich mich so erinnern kann, datt waah vor vierzig Jahre, alz der Handballer Rudi Schumann von TuS Ahlen nach Wellinghofen wechselte. Nach TuS Wellinghofen. Also eigentlich vonne Großstadt auffen Kaff. Also von Ahlen in sonnen Vorort von Dortmund. Abba datt waah und iss immer noch die Stärke von den Handball in Deutschland. Auffe Käffer sindse am größten. Nettelstedt, Lübbecke, Dankersen, Lützellinden, Handewitt. Samma, datt sind sonne Käffer inne Landschaft, wohde mittem Trecker schneller hinkomms alz mittem ICE.</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, kuck, und den Rudi Schumann hatt damals sofort „ja“ gesacht, alze ihm am fragen fingen. Und von unsere Zeitung hammse ihm damals noch alles Gute gewünscht, weilse gewusst hamm, dattatt der richtige Sprung für den Rudi waah. Mitt ein Schlach waah Rudi inne Handball-Bundesliga, weilse ihm beide Bundeswehr entdeckt hatten. Der Sport stand klar im Vordergrund und nich so sehr die Raffsucht vonne großen Vereine, die manchma mitt Kleinkinder-Augen alles hamm wollen, wattse kaufen können. Abba nich alles im Sport iss käuflich; zum Glück.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Langer Finger</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 17:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samma, da hattich die Tage abba ne richtige Diskussion mit mein Tönne über die verschiedenen Körperteile von uns Menschen und alles inne Bedeutung von den Sport.
„Die Hand Gottes“ von Maradonna, datt „Goldköpfchen“ von den Holländer Sneijder beide letzte WM, die langen Beine von „Spinne“ Max Michallek oder die „Linke Klebe“ von „Emma“ Lothar Emmerich. Alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, da hattich die Tage abba ne richtige Diskussion mit mein Tönne über die verschiedenen Körperteile von uns Menschen und alles inne Bedeutung von den Sport.</p>
<p style="text-align: justify;">„Die Hand Gottes“ von Maradonna, datt „Goldköpfchen“ von den Holländer Sneijder beide letzte WM, die langen Beine von „Spinne“ Max Michallek oder die „Linke Klebe“ von „Emma“ Lothar Emmerich. Alles berühmte Körperteile aussem Sport.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis ich getz mein Tönne von den langen Finger berichten konnte. Zwar kein Finger von ein Sportler, abba sonnen ganz weltberühmten Menschen, den ich die Tage selbst gesehen happ. Nicht mehr als echt und lebend, abba als Denkmal auffe Straße. Und dann im Zusammenhang mit den Sport. Ich waah nämlich mal auffen Schnelltripp nach Spanien. Nich anne Küste für am grillen inne Sonne oder auf Majorka für am saufen im Ballermann; nee ich waah beide leichten Athleten am gucken in datt Olympiastadion von 92.</p>
<p style="text-align: justify;">Alles so ma leif erleben, nich anne Glotze inne erste Reihe. Morgens und abends, klaro, denn wenne schomma Geld für am Eintritt bezahlst, dann willze auch alles sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und inne Mittagszeit, also die so genannte spanische Siesta, happich mich dann auf kulturelle Schleichwege begehm. Irgenzwie musse ja nachher zu Hause watt für am erzählen hamm. Vonne Hütchenspieler auffe „La Rambla“, diesen Kurfürstendamm von Barcelona. Oder vonne Taschen- und Brillenverkäufer, die als fliegende Händler immer auffe Flucht vorde Polizei waahn, weilse keine offizielle Verkaufserlaubnis hatten.</p>
<p style="text-align: justify;">Bissich dann auf ne tolle Idee gekommen bin: ne Stadtrundfahrt. In sonnen offenen Bus. Also sonne Bus-Variante mit oben ohne. Tolle Aussicht, tolle Eindrücke und sonnen tollen Sonnenbrand für am jucken vonne nächsten Tage.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann kaamich an ein Denkmal von ein gantz berühmten Menschen. Sonne Art Olympiasieger vonne Seglers. Den Christoph Kolumbus. Alle sindse den Kolumbus am verehren. Damals vonne Könige und heute vonne Touristen. Auf sonne gantz hohen Säule issa am stehen, jeden Tag, ohne datta müde wird. Und sein Finger issa am ausstrecken. Und weila datt schon so lange macht, iss der Finger immer länger geworden im Laufe vonne Jahre. Über einen halben Meter issa lang, der Finger und immer zeigt in eine Richtung. Nich nach Amerika, watta ja am entdecken waah, sondern nach Italien wohaja herkommt. Mit sonnen langen Finger kannze bei ALDI oder Lidl schon gantz gut an billige Produkte kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch datt alles interessierte mein Tönne nich. „Geh mich weck mitte Kultur“, hatta gesacht. „Entscheidend iss auffem Platz“, hatta auch noch gesacht. Wie damals Addi Preißler vom BVB. Und mit den Platz hatta den „Camp Nou“ vom FC Barcelona gemeint, da dort der einzig richtige Fußball gespielt wird. So von mein Tönne ihm seine Meinung.</p>
<p style="text-align: justify;">Willze meine Meinung dazu hören? Ich sachsedir: Tönne issen Kulturbanause, auch wenna keine langen Finger hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Heirat nicht ausgeschlossen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 22:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samma, kennze noch den Filmschmarren ‚Heirat nicht ausgeschlossen?’ Sonnen Film zum schlapplachen? An genau diese Geschichte happich die Tage gedacht, alzich so überde neue Fusjon vonne Handballer aus Ahlen und Hamm nachgedacht happ. Die Spieler alz solche sind ja nun verheiratet. Sonne Art Vernunftsehe auf Sportlerbasis. Der Vorstand hattat auch gemacht und die Fänns sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, kennze noch den Filmschmarren ‚Heirat nicht ausgeschlossen?’ Sonnen Film zum schlapplachen? An genau diese Geschichte happich die Tage gedacht, alzich so überde neue Fusjon vonne Handballer aus Ahlen und Hamm nachgedacht happ. Die Spieler alz solche sind ja nun verheiratet. Sonne Art Vernunftsehe auf Sportlerbasis. Der Vorstand hattat auch gemacht und die Fänns sind auffe Suche nache Identität.</p>
<p style="text-align: justify;">Abba einer iss bislang auffe Strecke geblieben: datt Maskottchen. In Ahlen datt Mammut, in Hamm den Elefant. In Wort und Bild: die ‚Miyuki’ und der Maxi. ‚Miyuki’ kommt, wennich meine Frau Guggel ma wieder glauben daaf, aussem Japanischen und heißt sowatt wie ‚schöner Schnee’ und ‚Maxi’ hatt einfach den Bezug zu den Elefanten umme Ecke vonne Arena.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun musse dirma vorstellen, datt die beiden nun inne Ehe eintreten, so rein vernunftsmäßig. Rein biologisch sonne Art Kreuzung von Mammut und Elefant. Die Kinder müssen dann vor lauter Energie und Kraft alles vonne Platte putzen, watt ihnen so inne Quere kommen tut. So wie dann die Handballer auch alles verballern müssen, wattse so inne Liga inne Halle bekommen. Abba mittem Maskottchen iss datt sowatt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kuckma, im letzten Jahr beide WM vonne leichten Athleten in Berlin, da waah der ‚Berlino’ der ganz große Held. Weltweit hammse den Bären inne Hochachtung gebracht, biss hin zu Prinz Albert in Monaco hammse den ‚Berlino’ geehrt und verehrt.</p>
<p style="text-align: justify;">Und getz in Barcelona beide Leichtathletik-EM hammse den ‚Barni’ als neuen Helden gehappt. Abba der ‚Barni’ waah nich der Brüller. Mach ja sein, dattat anne Hitze gelegen hatt und anne Umgebung. Abba sonn Maskottchen muss auch am begeistern können. Den gantzen Tach, morgens und abends, damitt die Läutkes im Stadion auch richtig inne Wallung kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wennes inne nächste Säsong bei den Handballern richtig am klappen iss mitte Liga und die Läutkes sonnen Spass am kucken hamm, dann muss datt neue HSG-Maskottchen inne Rolle schlüpfen, die wird schon gantz schön anstrengend.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich so für meine Person würde mir dann wünschen, datt die Ehe aus ‚Miyuki’ und ‚Maxi’ viele Kinder hatt, damitt Stimmung inne Bude kommt, und zwar an alle Ecken und Kanten. Denn schließlich iss sonn Maskottchen nich für einmal inne Halle am wirken. Nee, sonnen Maskottchen muss auch ma inne Fußgängerzone am Reklame machen, muss auffen Marktplatz zwischen Obst- und Gemüsestände bis hin zu Auftritte alla ‚Schießbude’ vom ZDF, also sonne Werferei auffe Tore inne Stadt für Eintritt auf lau zum nächsten Heimspiel.</p>
<p style="text-align: justify;">Merkse, watte alles machen kanns, wenne am denken fängs? Tönne hatt mir sofort gesacht: „Juppa“, hatta gesacht, „fang ja nich am grübeln, sons wirsse nochma Werbemännätscher inne erste Bundesliga“.</p>
<p style="text-align: justify;">Schaunmerma, watt die Handballa so mitte Heiraterei von ‚Miyuki’ und ‚Maxi’ vorhamm.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Mitte Standarte</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 20:42:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick-Blokk]]></category>

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		<description><![CDATA[Samma, da binnich die Tage mit mein Kumpel Tönne zu ihm sein Schwager sein Bruder gewesen. Für auffe Patty. Alzich inne Bude von Tönne ihm seine Verwandtschaft kaam, binnich richtig ausse Socken gefallen. Die Wände und Wittrienen waahn voll gekleistert mit Deckorazjonen aussem Sport.
Dafür muss man wissen, datt der Verwandte von Tönne sonnen Rennfahrer waah. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, da binnich die Tage mit mein Kumpel Tönne zu ihm sein Schwager sein Bruder gewesen. Für auffe Patty. Alzich inne Bude von Tönne ihm seine Verwandtschaft kaam, binnich richtig ausse Socken gefallen. Die Wände und Wittrienen waahn voll gekleistert mit Deckorazjonen aussem Sport.</p>
<p style="text-align: justify;">Dafür muss man wissen, datt der Verwandte von Tönne sonnen Rennfahrer waah. Mitte Moppets und sonne schwere Maschinen. Nürburgring, Hockenheim, Nordkurve AVUS und so.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei diese Gelegenheit happichma gesehen, wattet alles für Deckorazjonen gippt. Eichenkränze, Pokale, Urkunden, goldene Lenker, ausgebeulte Helme, Bilder, ausgestopfte Hosenbeine und lackierte Elchgeweihe. Mann, du krissen Rappel, wenne datt alles so siehs.</p>
<p style="text-align: justify;">Klar, dattich mitt diesen Deckorazjons-Willy erssma inne Unterhaltung kaam. Bei sonne Ehre wirsse ja richtig ehrfürchtig.</p>
<p style="text-align: justify;">„Kumma,“ hatta mir gesacht, „datt musse echt im Inneren reinsaugen, wenne da auffem Podest stehst für am ehren. Und wennse dann noch die Hymne am spielen sind, dann wirsse gantz schlotterich inne Knie“.</p>
<p style="text-align: justify;">Abba, wiehde datt auch nimms; wenne gut biss, dann hasse auch sonne Auszeichnung verdient. So wie unsere Lisa aussem dritten Schuljahr. Bei sonn Sportfest isse gut gewesen. Und pemm hattse ne Urkunde bekommen. Sonne rechteckige und mitte echte persönliche handgeschriebene Unterschrift von unsern Bundespräsidenten. Datt macht stolz.</p>
<p style="text-align: justify;">So wie damals unsere Reiter. Mann, da ging ein Ruck durch unsere Reiters, alze die Kreis-Standarte erfolgreich verteidigt hatten. Über 2000 Zuschauer waahn bei datt Ereignis umme Verteidigung. Helmut Post, Karl Klockenbusch, Rolf Schulze Rieping und Hubert Steltig waahn auffem Punkt fit fürde Standarte in Oelde bei sonnen Reit- und Fahrturnier. Und alz dann der Reitlehrer vonne Reiters, diesen RV Ahlen, die Standarte überreicht bekam, waahn alle aussem Häusken. Und Franz Pälmke, watt der Reitlehrer waah, hatte die Glückshormone alle inne richtige Tasche gepackt.</p>
<p style="text-align: justify;">Kumma, wattet immer für Unterschiede gippt und welche verschiedene Wertstellung unsere Sportler vornehmen. Unsere Reiters waahn damals stolz und richtig mottiviert nachem Erfolg umme Kreis-Standarte. Und datt auch zu Recht.</p>
<p style="text-align: justify;">Abba so mancher Tünnes wirft seine Medaille einfach inne Ecke, weila nich zufrieden iss. Du kanns dich doch noch anne letzte Olümpische Spiele erinnern, alz einer beide Siegerehrung seine Medaille am verweigern waah, weila nich gewonnen hatte?</p>
<p style="text-align: justify;">Komisch. Egal ob Lisa ihre Urkunde, Franz Pälmke ihm seine Standarte oder sonnen dritten Platz beide WM. Datt happich früher in meine besten Tage nie geschafft. Und deshalb binnich ehrfürchtig vor jedem, der auffem Podest steht.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Sport vereint</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 20:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Samma, getz mussema sonnen richtigen Rehsümee vonne Fußball-Weltmeisterschaft ziehen. Nich datt Rehsümee wer gewonnen hatt. Oder wie viele Zuschauer inne Stadions waahn. Auch nich, wie viel Elfers verschossen wurden oder wer vom Platz geflogen iss. Auch nich die Lautstärke vonne Vuvuzelas.
Nee, du mussma den Otto vonne Straße fragen, watt er so empfunden hat von diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, getz mussema sonnen richtigen Rehsümee vonne Fußball-Weltmeisterschaft ziehen. Nich datt Rehsümee wer gewonnen hatt. Oder wie viele Zuschauer inne Stadions waahn. Auch nich, wie viel Elfers verschossen wurden oder wer vom Platz geflogen iss. Auch nich die Lautstärke vonne Vuvuzelas.</p>
<p style="text-align: justify;">Nee, du mussma den Otto vonne Straße fragen, watt er so empfunden hat von diese WM auffe andere Seite vonne Erde. In Südafrika heissen diese Läutkes zwar nich Otto, abba du weiß ja. wattich mein. Also den Piet aus Kapstadt und die Jane aus Johannesburg. Die Meinung von diese Läutkes musse ma fragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und die Antwort iss inne gantz andere Richtung, alze so normal auffem Schirm kriss.</p>
<p style="text-align: justify;">Kumma, alz vor mehr als zehn Jahre Kapstadt sich fürde Olümpische Spiele 2004 beworben hat, da hattense sonn gantz tollen Spruch auffen Plan „Wenn Kapstadt gewinnt, dann gewinnen wir alle!“ Ehrlich, datt waah damals von Kapstadt ihm sein Leitmotto. Zwar stand datt auf Englisch auffe Plakate, abba Fränzken, weisse datt iss der Sohn von Tönne ihm sein Bruder, der kann diese Sprache lesen, schreiben und auch sprechen. Und Fränzken hatt datt so übersetzt von diesen Spruch.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun gut, die Kapstädter hamm damals nich gewonnen und die Spiele hammse von sonnen Gremium quasi gleichsam als Wiedergutmachung nach Athen vergeben. Abba in Südafrika hattat sonnen richtigen Rutsch ausgelöst. Alle waahnse so richtig mottiviert in Südafrika. Und als dann 2007 die Rugby-WM in Südafrika waah und die südlichen Afrikaner auch noch gewonnen hamm, da brannte abba der Baum auf diesen Teil vonne Erde.</p>
<p style="text-align: justify;">Und immer mehr fingense an, sich am vereinigen. Die Südafrikaner. Egal wattse fürne Haut- oder Haarfarbe hatten. Wer hatt datt alles möglich gemacht? Der Sport.</p>
<p style="text-align: justify;">Genauso wie diese Tage beim Fußball. Beide Weltmeisterschaft. Zwar sind die einheimischen Kicker schon früh inne Kabinen geschickt worden. Abba die Begeisterung für diese Sportart blieb. Und auch die Begeisterung innerhalb vonne Bevölkerung. Für sowatt, also für sonne Begeisterung, musse nich unbedingt immer ne Fän-Meile aufbauen, so watt wächst von innen nach oben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und watt sacht uns datt Gantze? Ob Rugby oder Fußball, Sport iss Sport und wennse im Sport ma richtig am wirbeln fangen, dann kann keiner mehr seine Extrawürste braten, weile dann eingefangen biss von diesen Virrus, der alles zusammenführt.</p>
<p style="text-align: justify;">So wie bei uns anne Ecke bei zwei Familien, die sich jahrelang inne Plüdden gelegen hatten und am sich bekriegen waahn. Und dann beim England-Spiel lagense sich inne Arme für am versöhnen. Geht doch auch so, oder?</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Bevor ‚Bobbele’ aufschlug</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 18:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rückblick-Blokk]]></category>

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		<description><![CDATA[Samma, kannze dich noch an dieses Tennis-Mätsch von Wimm-London erinnern? 1985? Am Siebten Siebten? Unser ‚Bobbele’ waah im Finale und waah am gewinnen. Als ganz junger Jaust hatta datt gepackt. Und wir sind damals vorde Glotze richtig ausgerastet. Boris Becker waah in aller Munde.
Von da an hatte Tennis in Deutschland ne gantz große Zukunft. Alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, kannze dich noch an dieses Tennis-Mätsch von Wimm-London erinnern? 1985? Am Siebten Siebten? Unser ‚Bobbele’ waah im Finale und waah am gewinnen. Als ganz junger Jaust hatta datt gepackt. Und wir sind damals vorde Glotze richtig ausgerastet. Boris Becker waah in aller Munde.</p>
<p style="text-align: justify;">Von da an hatte Tennis in Deutschland ne gantz große Zukunft. Alle wolltense wie ‚Bobbele“ durche Luft fliegen, den „Becker-Hecht“ machen. Und plötzlich setzte sonne Welle vonne Nachahmung ein. ‚Becker-Hecht’, ‚Becker-Blocker’, ‚Becker-Faust’. Alles fingense am nachmachen. Es soll sogar einige Läutkes gegehm hamm, die sind öfter inne Besenkammer gegangen, alze früher nötig hatten.</p>
<p style="text-align: justify;">Weisse, datt sind dann immer so die Nebenwirkungen, wennes im Sport ma richtig am klappen iss. So wie damals inne70er mit unsere Tennis-Damen vom TC Blau-Weiß Ahlen. Also weit vor der eigentlichen Zeit von unser ‚Bobbele’.</p>
<p style="text-align: justify;">Menno, datt ging alles so richtig geschmiert bei den Blau-Weißen. Und dabei konntense ihre Männer so klassisch die lange Nase zeigen. Datt waah schon halbwegs Majestätsbeleidigung, watt sich da abgespielt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Kumma, fünf Mannschaften hatte der TC Blau-Weiß inne Meisterschaft geschickt. Viermal waahn datt die Männermannschaften, einmal waah datt ne Damenmannschaft. Und wer hatt gewonnen? Dreimal daafse falsch raten. Richtig: es waahn die Damen, die mittem Titel inne Langst zurückkamen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und die Männer mussten Spalier stehen und nich umgekehrt. Um datt Gantze dann noch komplett zu machen, hammse sonnen gantzen großen Plakat gemalt und überde Tür von datt Vereinsheim gehängt. „Wir grüßen den Aufsteiger…“ hammse geschrieben. Und dann hammsich die Damen unter datt Plakat gestellt für am Foto machen für datt Familienalbum. Datt waahne Ehre, diede heutzutage gaanich richtig schätzen kanns.</p>
<p style="text-align: justify;">Leider iss ausse Überlieferung nich bekannt, wie die Damens alle richtig hießen. Also diese Vornamen inne Auflistung vonne Zeitung fehlten, bevor Jochen Polle ja bekanntermaßen die Vornamen erfunden hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Dafür abba waah unsere Zeitung gantz anders auf totto. Statt der Vornamen hammse dann ‚Frau’ und ‚Fröllein’ eingesetzt. Zur besseren Unterscheidung bei den Damen. Zwei Frauen spielten damals inne Mannschaft: Frau Baum und Frau Stadie und zwei Frölleins: Frl. Labus und Frl. Gerlach.</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, bevor ‚Bobbele’ am aufschlagen fing, da hattenwe in Ahlen schon sonne richtige Begeisterung für datt Spielen mittem kleinen Ball. Klar, als ‚Bobbele’ dann auffem Feld kaam, da wurde die Begeisterung für datt Tennisspielen auch in Ahlen noch wesentlich größer.</p>
<p style="text-align: justify;">Und als dann noch Steffi Graf kaam, da gaaps kein Halten mehr. Auch der TC Blau-Weiß hat davon proffetiert, weil die Nebenwirkungen ja nie unerheblich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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		<title>Klebrige Finger</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Juppa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Samma, ich wollte nich die Geschichte erzählen, alzich die Tage bei Marktkauf für am einkaufen waah und plötzlich sonn kleiner Steppke sich sonne Mars-Tüte mitt seine klebrige Finger unterde Arme klemmte und stickum inne Regale verschwand und am essen fing. Ohne am bezahlen, versteht sich.
Nee, datt waa nich Ambach von diese Geschichte. Auch nich vonne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Samma, ich wollte nich die Geschichte erzählen, alzich die Tage bei Marktkauf für am einkaufen waah und plötzlich sonn kleiner Steppke sich sonne Mars-Tüte mitt seine klebrige Finger unterde Arme klemmte und stickum inne Regale verschwand und am essen fing. Ohne am bezahlen, versteht sich.</p>
<p style="text-align: justify;">Nee, datt waa nich Ambach von diese Geschichte. Auch nich vonne Handballer, die immer sonne klebrigen Finger hamm, wennse am spielen sind und wennse sich die Finger mit Pattex und sonne Kleber einschmieren, damittse den Ball nich verlieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich happ da sonne ganz andere Sportart inne Betrachtung: die leichten Athleten, wennse mitte Stöcke am springen sind.<br />
Datt iss ja ne ganz kribblige und klebrige Sportart, datt Springen mitte Stöcke. Stabhochsprung nennense datt. Richtig inne Höhe tunse dabei springen, höher als von unser Tönne ihm sein Schrebergartenhaus, Kamin eingeschlossen. Datt sind richtige Artisten diese leichten Athleten mitte Stöcke.
</p>
<p style="text-align: justify;">Die Tage waah einer von diese Artisten bei uns im Kino am ‚Herbstgold’-Film kucken. Und dieser Stabartist waah einer vonne Prommis in unsa Kino. Wolfgang Ritte, Weltbester in seine Alterskattegorie. Weltrekorde über Weltrekorde issa schon gesprungen beide Senioren, immer einen Zentimeter drauf, so wie den Sergey Bubka datt auch immer gemacht hat, damitta Moos inne Schatulle krichte. Über 35mal hatt datt der Bubka gemacht, immer mitt seine Spezialstöcke und seine klebrigen Finger, damitta nich am rutschen fängt. Und dieser Senior Wolfgang macht datt getz auch. Kurz vorem 30. Weltrekord issa schon, abba nich für am Geld verdienen, nee einfach weila sonn Spass anne Sache hat.</p>
<p style="text-align: justify;">In seine Umgebung nennense den Wolfgang auch schon den „Salami-Wölfi“, weila alles so scheibchenweise macht. Mitte Rekorde.</p>
<p style="text-align: justify;">Und bei den Film hatta dann seinen alten Kumpanen getroffen, den Hans aus Ahlen, der zwar selbst nich mehr am springen iss und daher auch keine klebrigen Finger mehr hat, dem ihm sein Hemd abba imma noch am flattern fängt, wenna die leichten Athleten mitte Stöcke springen sieht.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach vierzig Jahre hammse sich in Ahlen im Kino wieder getroffen. Auf Bestellung. Und sofort hammse sich wieder erkannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Watt sacht uns datt Gantze? Sport hält gesund datte dich nach über vierzig Jahre auf Anhieb immer noch wieder erkennen tuhs.</p>
<p style="text-align: justify;">Tach auch!</p>
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