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Wechselbad anne Glotze

Hömma, irgentzwie hat mein Augenarzt mal gesacht, dattich zwei verschiendene Augen inne Pupille happ. Ein eckiges Auge und ein rundes Auge.
Hömma, datt konntich dem Arzt abba auch sofort erklären mit meine Leidenschaft für am Fußball kucken. Datt sind die beiden entscheidenden geometrischen Formen beim Fußball. Der Ball iss rund und datt Tor iss eckig. Daher meine Augenausprägung.
Ja, kuck. Und so happich die letzten Wochen mitte Weltmeistesterschaft beide Russen auch überlebt. Auch wenn nich immer mitt unsere Bundesfahne und mit meine Tröte, abba gekuckt happich alle Spiele bis in datt Endspiel.
Die letzte Woche happich dann dieselbe Glotze noch einmal angestellt, weil ich plötlzich unsa Olympiastadion in Berlin erkannt happ. Abba nich mit Fußball inne Arena, nee, mitte leichten Athleten waahnse da am übertragen.

Gantz schön nett, mussich sagen. Kein Videobeweis, keine Flitzer auffem Rasen und keine Schlachtgesänge auffe Ränge. Alle waahnse fleißig am watzen und am schupsen mitte Gegenstände. Immer weit wech, datt die Schiedsrichter kräftig laufen mussten, um alles wieder einzusammeln.
Weisse, und trotzalledem. Waah wirklich spannend; abba mir fehlte immer der Ball dabei.
Und so warte ich bis inne nächste Woche, wenn die Bundesliga wieder am spielen fängt. Mit ein Ball, und mit den Videobeweis.
Und dann isses vorbei mit dem Wechelbad und ich happ wieder ne klare Zuordnung von datt Olympiastadion. Grüner Rasen statt blaue Tarzanbahn.
Ich sitz schonn inne Startblöcke, so rein leichtathletisch mal ausgedrückt.
Tach auch!

Sand anne Füße

Hömma, hasse eigentzlich schomma ein richtiges Gefühl gehabt, wenne durchen Sand gelaufen biss? Also durch echten und richtigen Sand? Am Meer und so?
Ich happ datt Gefühl wieder gespürt, alzich die Tage im Urlaub anne Küste waah mit meine Frieda.
Mann, ich konnte gaanich genuch kriegen von dieses Gefühl.
Ich mit meine Frieda an ein Morgen am Strand. Ich sach noch so „Hömma, Frieda“, happich gesacht, „watt hälze davon mit nackte Füße am Strand?“
Hömma, ich hatte datt noch gaanich ausgesprochen, da hattenwe auch unsere Schuhe und Socken schon längst inne Hand. Und dann hammwe uns am Wasser getraut.
Boh ey, sonn Gefühl kannze nich beschreiben, da musse dabei sein. Ich und meine Frieda waah dabei und mittendrin.

Ja, kuck, und dann sindwe stundenlang am Wasser entlang, Mal kaam die Wellen, mal gingense wech. Datt Gefühl abba waah und blieb datt selbe.
Biswe dann auf einmal eine Kneipe gesehen hamm und unser Entschluss waah klar und eindeutig: die Füße brauchen Erholung. Und die hammwe dann unsere Quanten auch gegönnt. Schnurstracks sindwe inne Kneipe rein, mit ohne Schuhe anne Füße. Datt waah da wohl schon so üblich und bekannt.
Nachem dritten Pilsken hatten sich unsere Füße gantz gut erholt und wir sind wieder nach Hause inne Pension gewandert. Abba auffe Promenade, versteht sich.
Tach auch!

Ferien 2. Teil

Hömma, ich bin ja nun einmal von Geburt an ein Gemütsmensch, will keinen Knaatsch und keine stille Messe in mein Haus. Ich mein datt getz gantz bewusst auf den Urlaub mit meine Frieda. Also, wir hamm datt Thema noch eine Zeit ausdiskutiert und dann happich Frieden mitte Frieda geschlossen. Also, ich happ nachgegeben.
Datt Thema „See“ waah nich vom Tisch, nur der Artikel davor, der waah dann datt Schlüsselwort. Also anne See und nich am See.
Ja, kuck, und so sindwe dann in Richtung anne See gefahren; anne Nordsee für auffe Inseln. Ich happ einfach mal klein beigegeben, aus optischen Gründen. Und da mussich meine Frieda einfach Recht gehm. „Kuckma, Juppa“, hattse gesacht. „Anne See da kannze so weit kucken wiede die Augen aufmachen kannz. Am See abba kuckse immer auffe Berge und da hasse ein eingeschränkten Blick!“ Hattse gesacht. Und so Unrecht hattse damit ja auch nich.

Wir sind also anne See gefahren, hamm uns auf ein Bötchen gesetzt und sind rüber für auffe Insel. Und an Bord fingse dann mit eine Platte am spielen. Da wurd mir richtig warm ums Herz. „Meine Heimat iss datt Meer“, von Freddy Quinn. Ausse Zwanziger Jahre oder ein bissken später. Abba ein gantz alten Schinken. Den Text kannte ich nich mehr so richtig, abba die Melodie. Und die happich aus vollem Herzken vor mich innen Wind gepfiffen. Ja, kuck, geht doch auch so, oder?

Tach auch

Ferien !

Hömma, irgentzwie isses mal Zeit auch in unsern Alter über Ferien nachzudenken. Oder soll man besser Urlaub sagen? Oder vielleicht sogar „mach weiter so“ sagen?
Also, es geht um eine Zeit vonne Erholung. Doch in unser Alter?
Ich sach klipp und klar „JAU“, datt muss sein. Auch wir in unser Alter brauchen eine Erholung von den Alltag; raus ausse Bude, weck vonne Ecke und mal ein anderes Pilsken trinken.
Ich bin so gantz vorsichtig bei meine Frieda vorstellig geworden. „Hömma, Frieda“, happichse gefraacht. „Frieda, watt hälze von eine Luftveränderung? So inne Berge beide Dirndls und beide Lederhosen?“

 

Nun muss man wissen, datt meine Frieda keine große Sümmpattesantin vonne Dirndls iss. Wegen die freie Sicht auffe Körperteile. Frieda iss mehr für am Meer und fürde Palmens. Doch hier in Deutschland anne Nordsee und anne Ostsee iss datt sowatt mitte Palmens. Und für künstliche Palmens iss meine Frieda nich zu haben. Natur muss Natur bleiben, sachtse immer…
Nun iss guter Rat teuer.
Ich happ mein Kumpel Tönne schomma zwischengeschaltet. Bei dem iss die Tendenz nämlich klar. Auch er will inne Berge beide Lederhosen.
Nun sindwe auffe Suche nach ein See, wo Palmen wachsen und wo die Berge inne Nähe sind.
Ma kucken, irgendwatt werdenwe schon finden.
Tach auch!

Aus, aus, aus…

Hömma, kannze dich noch an den legendären Satz von Hebbert Zimmermann erinnern? Den Rundfunkreporter, alza datt Spiel umme Weltmeisterschaft aussem Wankdorf-Stadion in Bern übertragen hatte und sich am Ende von datt Spoiel förmlich überschlug. Also rein stimm- und sprachlich. „Aus, aus, aus; das Spiel ist aus. Deutschland ist Weltmeister!“ Hatta gesacht und ganz Deutschland stand Kopp.
Auch Hebbert Zimmermann konntes nich fassen. Deutschland waah Weltmeister. Die Herberger-Elf hatte datt Unmögliche möglich gemacht.
Und dieses Jahr? Hömma, datt waah eine Spielerei auf Krücken. Nix lief da, nix kaam zustande und am Ende waahn die Löw-Jungens auffe Heimreise. Gantz ohne Brimborium.

Gestern happich mir datt Spiel „Beaujolais“ gegen „Cevapcici“ angekuckt. Na ja, Tore gaaps ja genug, abba so der Drall waahs nich. Also die Bemerkung kannich mir wohl erlauben. Abba watt solls, die Franzosen sind Weltmeister und datt muss man ehm anerkennen. „Schappoh, schappoh“, wie der Franzose bei sonne Gelegenheit schomma sagen tuht.
Wenn getz unser Bundes-Jogi mit seine Annalüse anfängt und alles mal so richtig unterde Lupe nimmt, dann wird er bestimmt watt finden, watt nich in Ordnung waah, abba dann isses zu spät.
Ja, kuck; und nun müssenwe vier Jahre waaten und dann kuckenwe mal, wer dann wen inne Wüste schickt.
Hoffentlich ixch schon wieder unsere Jungens!
Tach auch

35 Jahre Sportpark Nord

Hömma, hättesse gedacht, datt unsa Stadion im Norden schon 35 Jahre alt iss?
Jau, genau. Am 6. Juli 1983 wurde datt Stadion eingeweiht. Offiziell und mit viel Tamtam. Datt waah damals watt gantz besonderes mittem Stadion und mitte vielen Plätze drumrum. Den Theresienhof hammse noch so nebenbei erhalten als Platz und Spielfeld, dann den Duisburg-Platz, dann den Aschenplatz anne Boskop-Schule mitte Laufbahn und mitte Springfelder.
Ja, und dann der Hauptplatz, datt Stadion mitte Laufbahnen aus Tarzan, mitte große Tribüne und dann noch ein Extra-Feld fürde leichten Athleten zum werfen und zum schupsen vonne Kugeln. Und dann noch ein Platz mit Asche, wo getz der Kunstrasen zu jeder Jahreszeit bespielt werden kann.

Und als gantz besondere Attraktion hammse dann eine Fußball-Mannschaft von Bayer Leverkusen nach Ahlen im Stadion geholt. Gegen eine Fußball-Stadtmannschaft.
Die Ahlener hamm zwar verkimmelt, abba datt waah ja nich datt wichtige. Nache Reden vom Bürgermeister, vom Chef vonne Ahlener Sportlers, dem „Alten“ Willy Massin gings rund mitte Darstellungen aussem Sport.
Hömma, mir geht datt heute noch gruselig den Rücken runter, wie der Sport in seine Vielfalt zelebriert wurde.
Ja kuck. Und getz iss datt Stadion inne Tage gekommen. Die vielen Aktivitäten sind stark reduziert. Schaun mer mal wie datt so weiter geht…
Tach auch!

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