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Hömma, hasse eigentzlich mal gewusst, wie viele Sportarten in Ahlen so im Angebot sind? Fast 30 Stück hammse mir mal gesacht.
Irgentzwie binnich über eine Kollegin von mein Nachbarn drauf gekommen und bin der Sache mal auffem Grund nachgegangen. Und dabei happich sonne Exoten anne Sportarten gefunden, also weit wech von Fußball und Handball. Die Kollegin macht nämlich Bogenschießen. Weisse, so wie Wilhelm Tell mitt den Appel auffem Kopp von den Jungen.
Ja, kuck. Datt happich nich gewusst!

Jau, es gipt tatsächlich ein Klub in Ahlen, der sonnen Wilhelm Tell-Sport anbietet; also mit Pfeil und Bogen. Datt einzigste, wattse anners machen, datt iss aus ökkolgische Gründe der Apfel. Den hammse nich mehr im Angebot. Abba sonst alles wie inne Schweiz bei den Wilhelm Tell.
Und noch eins happich rausgekricht. Diese Bogenschießer hamm sogar ein Verein, hamm Wettkämpfe und Turniere und sogar ganz große Meisterschaften. Datt hatt mir diese Kollegin von mein Nachbarn auch verklickert und ein Fotto gezeicht, wohse alle inne Reihe und im Glied anne Schnur aufgereiht stehen und am zielen sind mit ihre Pfeile.
Tach auch!

Der Lenz ist da!

Hömma, wennes genau nimms, dann iss der Lenz, also der Frühling, heute noch gaanich da. Der fängt erss am 20. März an. Offiziell nache Kalendergelehrten.
Nee, für mich beginnt der Frühling immer in Vorhelm. Und noch genauer, dann wenn der Wibbeltlauf gestartet wird.
Und dann siehse zum ersten Mal die Jungens und die Mätken in kurze Bükskes rumlaufen.
Hömma, kannze dich noch an unsere Jugend erinnern? Wenn wir datt erste Mal mit kurze Bukse und mit Kniestrümpfe auffe Straße gegangen sind?
Unsa Omma hat da immer genau drauf geachtet. Datt waah erss immer dann, wenn der Frühling anfing. Also am 20. März. Und kein Mucksen gaaps da.

 

Ja, und sonn Datum geht dir dann im Kopp! Also, datt Datum von den Wiobbeltlauf, der kalendarisch immer vor dem 20. März liecht.
Ich waah vor kurzem da, also in Vorhelm anne Ennigerstraße am Sportplatz vonne Westfalia. Und da liefense mit ihre kurzen Büksken und da standense am Rand vonne Laufstrecke und waahn am anfeuern und am fotografieren mit ihre Kameras und mit ihre Händies.
Für mich waah klar: der Lenz iss da.
Tach auch!

Hömma, nich datte glaups, ich würde getz ein neuen Sport inne Welt rufen mit „bücken und heben“. Auch will ich nich den Sport mitte Heberei vonne Gewichte anne Stange in ein neues Bild bringen.Alles nix davon. Ich mein mit „bücken und heben“ gantz klar die Aktion von letztes Wochenende in Ahlen: „Ahlen putz(t) munter“. Also diese Reinemacherei inne Stadt. Und auch auffe Sportplätze.
Nun gut, da hammse vonne Stadt sonn paar Klammergriffe ausgeteilt fürde Läutkes, die sich nich so gern bücken. Abba der Großteil iss wirklich überm bücken passiert. Da hamm sich die Läutkes runtergebückt, teils sogar auffe Knie und hamm den Mist vonne Erde gehoben, den andere einfach so wechgeworfen hamm.

Da kommse aussem staunen nich raus, watt da alles so durche Gegend fliecht und alles liecht dann so inne Gegend und nich im Mülleimer, wie bei uns zu Hause.
Ich happ mir ma sonne Aktion ausse Entfernung angekuckt und ich kaam aussem Staunen nich raus.
Bis mich dann auch der Ärger und auch der Ehrgeiz gepackt hamm und ich happ dann auch mein Beitrag anne Aktion vonne Stadt gebracht. Schließlich binnich auch ein Bürger von diese Stadt und kann getz beim nächsten Stammtisch klar sagen: „Ich waah auch dabei!“
Tach auch!

Winter adé

Hömma, getz mal gantz ehrlich: datt waah doch ne tolle Aktion am Parkbad. Oder?
Datt fing schon mitte Ur-Idee an, eine Fläche vorzusehen für alle Fälle. Also für den Fall datt mal Schnee und Eis kommt. Inne heutige Zeit iss datt ja watt gantz seltenes. Abba unverhofft kommt oft.
Und datt unverhoffte iss die Tage passiert, als auf einmal datt Thermometer inne Knie ging und unter Null anzeigte.
Zwar gaaps keine Eisblumen anne Fensters und kein Rohrbruch inne Wasserleitung, abba morgens happich so einige von meine Nachbarn gesehen, wiese am kratzen waahn, weil ihr Auto unterde Laterne ehm einen Schuss abgekricht hatten.

 

Ja, und dann kaahm der Plan B ausse Schupplade vonne Verwaltung. Wasser marsch anne Dolberger Straße auf datt vorgesehene Feld für am frieren vonne Flüssigkeit. Und es hat funktioniert.
Zwar waahn da sonn paar Blödköppe, die datt Vergnügen kaputt machen wollten, abba der Arm der Gerechtigkeit hat zugeschlagen und alles kaam im Lot. Dank von sonne Leute, die datt Wintervergnügen einfach wollten und es auch geschafft hamm.
Danke, Kumpels, kann ich da nur sagen. Sonne Läutkes brauchenwe.
Heute waah alles schon wieder wech, abba die eine Woche auffe Eisfläche, die kaam mir gefühlt wie zehn vor und hat richtig Spass gemacht.
Nächsten Winter gehts weiter, verlass dich drauf, auch wenn getz „Winter adé“ iss.
Tach auch

 

Hömma, ich happ da sonne böse Ahnung. Datt ich nämlich zum Nachruf-Schreiber werde. Immer ein neuen Nachruf für ein Sportplatz, der nich mehr da iss.
Bald gippts den Don-Boskop-Platz nich mehr und getz hammse die Jahnwiese platt gemacht. Ein Sportplatz mit echte Tradition. Wacker Ahlen und dann nache Fusion die ASV.
Und watt für tolle Spiele hatts auffe Jahnwiese gegehm. Morgens Handball und nachmittags Fußball, wobei die Ortsdörbies ja mit Abstand die tollsten waahn.
Dazu hatten inne erste Jahre die leichten Athleten ihre Heimat mit eine Rundbahn, die nur 360 m lang waah.
Dazu der Steigerturm mitte Umkleideräume und den Bunker für auf ein Pilsken nachem Spiel.
Später kaam dann noch datt Vereinsheim mitte Umkleidekabinen und oben den Raum für am versammeln.

 

 

Ja kuck, und nun iss alles platt. Ich happ inne letzte Woche mit meine Frieda am Platz gestanden mit echte Tränens inne Augen, alze die Mauer eingerissen hamm. Mitt dicke Baggers sindse gekommen; erst die Sträucher weck, dann die Mauer.
Ein großes Glück iss ja, dattse die Kassenhäuskens noch stehen gelassen hamm. So als Nostalgie vonne Jahnwiese.
Ja, ja, lang isses her und getz iss alles platt.
Für ein echten Sportsfreund tut datt echt weh, kannze mir glauben.
Tach auch!

Hömma, kannze noch watt mit den Sportplatz am Kleibrink anfangen? Ja, den gaaps ehrlich!
Kuckma, da musse auffe Beckumer Straße Richtung Beckum fahren und anne Bäckerei dann den rechten Blinker setzen. Und plötzlich bisse auf eine Straße, die heißt „Am Kleibrink“. Warum die nun so heißt, datt kannich nich sagen; ich kann abba sagen, datt an diese Straße ma ein Sportplatz waah. Ein Aschenplatz, mit Laufbahn, mit Sprunggrube und sogar mit ein Gebäude für am umziehen und für auffem Klo gehen.
Und datt Gantze waah gemacht worden für Fußballspiele von Vereine, für am Betriebssport und Schulsport vonne „Pogger“-Schule, also die Paul-Gerhardt-Schule und für die Harkortschule, die ja früher mal Gottfriedschule hieß, bis vor kurzem noch Johanna-Rose-Schule und getz neuerdings Paul-Gerhardt-Schule heißt, dahse umgezogen iss.
Ja, kuck, so ändert sich alles. Und bei eine von meine letzten Rundreisen quer durche Stadt, binnich inne Straße „Am Kleibrink“ gefahren. Einfach mal für am kucken, watt aussem Sportplatz geworden iss.

Pustekuchen Sportplatz. Nix iss mehr da. Lauter Häuser hammse gebaut und da woh mal der Aschenplatz waah, iss getz ein Graben mit ein lebensgefährliches Schild.
Hömma; ich kam aussem staunen ich raus.
Nix gegen Veränderungen bei uns inne Stadt, abba datt nun ein Sportplatz nachem andern verschwindet, datt bringt abba schon am nachdenken. Kein Kleibrink mehr, bald keine Jahnwiese mehr, dann kein Don-Boskop-Platz mehr.
Nachdenklich, nachdenklich.

Tach auch

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